ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Margit Schreiner

Die Bohrmaschine oder: Warten auf Berlin


Technische Realisierung: Dieter Struck; Marilyn Janssen

Regieassistenz: Jutta Millich


Regie: Annette Kurth

Vater Palma, Österreicher, ist schon ein bißchen alterswirr, zumal er vor einigen Tagen auf den Kopf gefallen ist. Seither denkt er an nichts anderes als an die Bohrmaschine für den Umzug seiner Tochter Marlies, die gerade mit ihrem sechs Monate alten Baby zu Besuch ist. Die Mutter ist noch ganz lebendig, wenn auch ein bißchen beschränkt. Sie wartet am meisten von allen auf einen Anruf aus Berlin. Dort nämlich kümmert sich Marlies' Lebensgefährte um die Renovierung der gemeinsamen Wohnung. Doch statt des erhofften Telefonats meldet sich nur die 88jährige, leicht degenerierte Frau Jerschabeck und schwelgt in Erinnerungen an ihre Berliner Zeit in den 30er Jahren. Und Hilla, die ständig süffelnde Nachbarin, die immer schreckliche Geschichten über Unglücksfälle und Kindesmißhandlungen parat hat, will unbedingt das Baby sehen. Nur der Anruf aus Berlin bleibt aus.

Margit Schreiner, die Autorin dieser grotesken Komödie, wurde 1953 in Linz/Oberösterreich geboren. Studium der Germanistik und Psychologie in Salzburg und Tokio. Seit 1983 arbeitet sie als freie Schriftstellerin, zunächst in Salzburg und Paris, jetzt in Berlin. Sie veröffentlichte Erzählungen und Lyrik, erhielt verschiedene Stipendien und wurde 1986 mit dem Ernst-Koref-Preis und 1987 mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnet.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Johanna BassermannMutter
Otto BoleschVater
Andrea KaiserTochter
Tilly LauensteinFrau Jerschabeck
Monica BleibtreuHilla


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk / Sender Freies Berlin 1992

Erstsendung: 13.09.1992 | 35'25


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