ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Jürgen Becker

Die Züge hinter den Wäldern


Regie: Walter Adler

Ein Mann erinnert sich an die Zeiten, als er am Rand der Heide wohnte und das Rauschen der Züge hinter den Wäldern vernahm. Wie in einem Kaleidoskop tauchen Stimmen aus der Vergangenheit auf: Da ist der Großvater, der Lokführer war und dem Kind Fotos aus der Kriegszeit zeigte, der Onkel, der, scheinbar als Handlungsreisender, das gesamte Gleisnetz der Reichsbahn befuhr, da ist die erste Modelleisenbahn und sind die Tante und ihre Erzählungen von Massenflucht und dunklen Waggons. - Zugleich wartete ein altes Ehepaar auf einem Bahnsteig auf einen Mann, der nicht kommt. Sie streiten sich, sie beschimpfen sich und suchen nach Gründen für das Ausbleiben des lange Ersehnten. Im Zentrum des Hörstückes von Jürgen Becker steht einmal mehr das Erinnern, die Bespiegelung der Gegenwart durch die Vergangenheit. Dieses zentrale Thema des Gesamtwerkes verbindet sich hier mit dem Motiv der Zugfahrt, von Reisen und Warten.

Jürgen Becker, 1932 in Köln geboren, war Verlagslektor, arbeitete in einem Theaterverlag und leitete von 1974 bis 1993 die Hörspielabteilung des Deutschlandfunks. Sein umfangreiches literarisches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Als letzte Buchveröffentlichungen erschienen 1993 die Gedichte "Foxtrott im Erfurter Stadion" und 1997 die Erzählung "Der fehlende Rest". Seit 1995 ist er auch wieder vermehrt als Hörspielautor hervorgetreten. "Die Züge hinter den Wäldern" ist das vierte dieser neuen Hörspiele.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Rosel ZechMarie
Rosemarie FendelTante
Hannes KathageJunge
Manfred SteffenGroßvater
Hermann LauseEr
Elisabeth SchwarzSie
Hans Michael RehbergHerr
Susanne BarthDame
Hans-Peter HallwachsErzähler


 

Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk / Südwestfunk 1998


Erstsendung: 06.05.1998 | 57'46


Darstellung: