ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung, Monolog



Heiner Müller

Germania 3 - Gespenster am toten Mann


Vorlage: Germania 3 - Gespenster am toten Mann (Theaterstück)

Technische Realisierung: Karl-Heinz Stevens; Susanne Friedrich

Regieassistenz: Heike Tauch


Regie: Ulrich Gerhardt

"Ich will seit langem ein Stück schreiben, das in Stalingrad anfängt und mit dem Fall der Mauer aufhört. Man muß solche gigantomanen Pläne gerade jetzt haben. Im Moment ist ja das Schlimme, daß es nur noch Zeit oder Geschwindigkeit oder Verlauf von Zeit gibt, aber keinen Raum mehr. Man muß jetzt Räume schaffen und besetzen gegen diese Beschleunigung" (Heiner Müller). Hinterlassen hat er eine Szenenfolge, die einerseits einen historischen Zusammenhang von Verdun über Stalingrad bis zum Kollaps des sozialistischen Systems herstellt, andererseits ganz unmittelbar Erlebnisse der eigenen Biographie aufnimmt: Szenen des großen Welttheaters und Kunstdebatten, Horrorszenen aus Vergangenheit und Gegenwart, absurd, komisch, bevölkert von Gespenstern. Stalin und Hitler, Thälmann und Ulbricht flüstern ihre Monologe in brüchigen Jamben; Stimmen von Helene Weigel und Brecht, Palitzsch und Weckwerth während einer Probe zu Coriolan.

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Mitwirkende

Sprecher
Ulrich Mühe


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandradio / Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg / Süddeutscher Rundfunk 1996

Erstsendung: 18.05.1996 | 84'10


VERÖFFENTLICHUNGEN

  • CD-Edition: Der Audio Verlag 1999


AUSZEICHNUNGEN

  • Hörspiel des Monats Mai 1996

Darstellung: