ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Rudolf Borchardt

Der Hausbesuch

Theatermitschnitt von der Schaubühne Berlin


Vorlage: Der Hausbesuch (Erzählung)

Technische Realisierung: Gisbert Lackner


Regie: Götz Naleppa

Nach einer streitlosen wie lieblosen Ehe ist der Besuch eines Freundes für die Büdesheimers zum Scheidungsgrund geworden. Die Geschichte eines dramatischen Bruchs in undramatischen und wohlsituierten Lebensverhältnissen. Um den Auf-Bruch, nicht um die Knüpfung haltbarer Liebesbande ging es in der Nacht, die die Hausherrin mit dem Gast verbracht hat: "Als er morgens ging, sich leicht von mir lösend wie eine Morgenwolke vom Berge, ohne Riß und ohne Trauer, habe ich gewußt, wozu man geboren wird und wenn man sofort stürbe." - Als die Erzählung 1929 erschien, schrieb Bernhard v. Brentano: "Borchardts Personen revoltieren nicht, sondern sie leben, sie versuchen zu leben, und siehe da: es geht nicht. Die jüngeren Schriftsteller sagen: es geht nicht mehr; Borchardt sagt nur, es geht nicht. Damit ist er aber einen Schritt weiter vorangegangen."

Rudolf Borchardt (1877-1945) wuchs in Berlin auf, studierte 1895-1902 Archäologie und klassische Philologie, übersiedelte 1903 als freier Schriftsteller nach Italien. - Vertreter einer schöpferischen Restauration, mit der er sich unter den Zeitgenossen zunehmend auf "verlorenem Posten" sah. Umfangreiches essayistisches und poetisches Werk.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Jutta LampeRosie Büdesheimer
Edith CleverDie Cousine


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestfunk / Schaubühne Berlin 1997

Erstsendung: 27.07.1997 | 101'10


Darstellung: