ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Gotthold Ephraim Lessing

Nathan der Weise


Vorlage: Nathan der Weise (Theaterstück)

Bearbeitung (Wort): Paul Hoffmann

Komposition: Rolf Unkel


Regie: Paul Hoffmann

Das Stück spielt während der Kreuzzüge in Jerusalem, wo Islam, Christentum und Judentum aufeinandertreffen. Der reiche Jude Nathan hört, dass seine adoptierte christliche Tochter Recha durch einen jungen Tempelherrn vor dem Feuertod gerettet wurde. Nathan lädt ihn als Dank zu einem Besuch bei Recha ein. Der Sultan, der zuvor den Tempelherrn durch einen Gnadenakt vor der Hinrichtung bewahrt hatte, stellt die Klugheit Nathans auf die Probe. Er fragt ihn, welches die wahre und echte Religion sei. Nathan antwortet mit der "Ringparabel". Ein Königshaus besaß einen Ring, der sich jeweils auf den Lieblingssohn des Herrschers vererben sollte. Einer der Könige konnte sich nicht zwischen seinen drei Söhnen entscheiden und ließ zwei weitere ähnliche Ringe anfertigen. Den Streit der Söhne um den echten Ring schlichtete ein Richter, indem er das praktische Handeln zum Maßstab erklärte. Jede Religion, erkennt der Sultan, muss sich durch ständige praktische Humanität bewähren. Schließlich erkennt Nathan im Tempelherrn Rechas leiblichen Bruder. Juden, Christen und Moslems versöhnen sich miteinander.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Ernst Fritz FürbringerSultan Saladin
Edith HeerdegenSittah, dessen Schwester
Erich PontoNathan, ein reicher Jude in Jerusalem
Elfriede KuzmanyRecha, dessen angenommene Töchter
Lina CarstensDaja, Christin
Wolfgang ArpsJunger Tempelherr
Hans Helmut DickowEin Derwisch
Hans MahnkePatriarch von Jerusalem
Max MairichKlosterbruder


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Süddeutscher Rundfunk 1956

Erstsendung: 07.03.1956 | 94'00


VERÖFFENTLICHUNGEN

  • Download: SWR Edition 2014 (In der Sammlung "Gotthold Ephraim Lessing: Best of") und als Einzelausgabe

Darstellung: