ARD-Hörspieldatenbank

Mundarthörspiel



Herbert Timm

Im Jahre neun ...


Komposition: Ludwig Roselius

Technische Realisierung: Erich Warko; Gisela Woltersdorf

Regieassistenz: Jochen Rottke


Regie: Carl Nagel

Das Hörspiel geht von der unsinnigen Voraussetzung aus, dass die Schlacht im Teutoburger Wald gar nicht stattgefunden habe. Deshalb kann es auch nicht ernstgenommen werden, schon gar nicht von Historikern, Studienräten, Außenministern und den Herren der schlagenden Verbindungen. Denn, abgesehen davon, dass diese Schlacht zu unseren heiligsten Gütern gehört, ist der Gedanke an ihr Nichtzustandekommen auch deswegen absurd, weil sich kein Politiker und kein General jemals hätte die Chance entgehen lassen, eine Schlacht zu schlagen. Außerdem steht im Teutoburger Wald das Hermannsdenkmal. Das Hörspiel enthält noch weitere unsinnige Dinge. Zum Beispiel weigern sich die in ihm vorkommenden Römer und Germanen, sich gegenseitig als "Todfeinde" zu betrachten. Es gibt es einen römischen General, der Humor hat, und einen germanischen Führer, der einen Vertrag hält. Es gibt hohe Offiziere, die gute Ratschläge ihrer Untergebenen befolgen, Soldaten, deren Leben und Gesundheit geschont werden - und ähnliche undenkbare Dinge mehr. Am Schluss siegt sogar die Vernunft.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Hubert EndleinProfessor Reichenfeld
Hans KrügerProfessor Achenbach
Walter BäumerProfessor Wegener
Max Walter SiegPedell Sixtus
Klaus NägelenPeter Mertens, Petronius
Kurt LieckVarus
Günter SiebertValerius
Helene DietrichGerhild
Wolfgang BüttnerFabius
Eleonore NoelleNelda
Richard MünchTullius Flavius
Erwin LinderArminius
Wolfgang EngelsGajus Cluvius
Carl NagelCaesar


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Radio Bremen

Erstsendung: 19.02.1958 | 81'14


Darstellung: