ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Paul Ickes

Ich komme wieder


Technische Realisierung: Heribert Tannenbauer


Regie: Günter Siebert

Da wollte doch ein Berliner Arbeiter aus dem Ostsektor seine Stellung wechseln, weil er bei einer Firma im Westsektor besser verdienen konnte. Aber dort bekam er keinen Zuzug, weil er kein politischer Flüchtling war. Nach dem Ostsektor zurück konnte er nicht, weil man dort mißtrauisch geworden war. Also begann die Wanderung durch die Ämter und Straßen, die Schwarzmärkte und die Schieberzüge. Sie führte durch ganz Deutschland, aber da der Mann gar keinen Ehrgeiz hatte, politischer Flüchtling zu werden, sondern nur in Berlin/West arbeiten wollte, bekam er niemals den Zuzug zur Arbeitsstelle. Erst als ..., aber greifen wir nicht vor! Was das viersektorale Nachkriegsleben hier mit unserem Mann anstellt, könnte grotesker kein Filmautor erfinden. Und wenn auch Paul Ickes diese Tatsachengeschichte voller Humor und Witz aufblättert - daß sie sich mitten unter uns im 20. Jahrhundert zutragen konnte, macht uns oft das Lächeln vergessen. Die unsinnige Organisation des Daseins ist ein grausiger Witz, an dem wir uns eines Tages vielleicht noch totlachen werden.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Walter JokischFritz Brand
Peter A. HornKarl
Gillis van RappardDirektor Schönholz
Ernst RottluffArzt
Doris SwobodaAlma
Herbert SteinmetzHeinrich
Herbert SebaldHerr Böblinger
Elisabeth SebaldFrau Böblinger
Evelyn PetersIlse
u.a.


 


Mikrofon im hr-Hörspielstudio - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Radio Bremen 1951

Erstsendung: 04.07.1951 | 51'10


Darstellung: