ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Hermann Moers

Der kleine Herr Nagel


Vorlage: Der kleine Herr Nagel (Theaterstück)


Regie: Wolfgang Spier

Hermann Moers, dessen erstes Hörspiel RIAS 1960 zur Ursendung brachte, war inzwischen als Dramatiker und Hörspielautor erfolgreich.Eines seiner zentralen Themen ist das Verhältnis des "kleinen Mannes", der sich niemals zu wehren wagt - des kleinen Konformisten aus Betulichkeit, falscher Erziehung oder einfach Feigheit - zu Gewalt, Verbrechen, Diktatur wie überhaupt zu jeder öffentlichen Bedrohung. Deutlich wird zugleich, daß in dieser Schwäche eine ständige Bedrohung für den Zustand der Welt liegt.Auch der kleine Herr Nagel ist ein solcher Schwächling, der schier zu allem fähig ist, nur um unbehelligt leben zu können. In einem freien Land hätte dies wohl kaum jemand bemerkt; aber Herr Nagel lebt in einer Diktatur.Von einem habgierigen Geschäftspartner, der es auf seine Druckerei abgesehen hatte, denunziert, ist er wegen angeblicher Staatsgefährdung zu Zuchthaus verurteilt worden. Als er nach jahrelanger Haft zurückkehrt, glaubt er wieder leben zu können wie ehedem. Aber seine Rechnung geht nicht auf, ebensowenig wie die seines betrügerischen Partners Hermann Gülden.Ute aber, Güldens Tochter, gehört zu jenen, für die das eigene Haus zum unbegreiflichen und erschreckenden Exempel wird.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Fritz TillmannHermann Gülden
Dagmar AltrichterMagda Gülden
Uta HallantUte Gülden
Horst BollmannVinzenz Nagel


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

RIAS Berlin / Hessischer Rundfunk 1964

Erstsendung: 14.11.1964 | 60'15


Darstellung: