ARD-Hörspieldatenbank


Ars acustica


Studio Akustische Kunst


Nicola Sani

Wassererinnerungen

Ein Klangfresco (Live-Performance in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn)


Sprache des Hörspiels: nonverbal


Komposition: Nicola Sani

Technische Realisierung: Benedikt Bitzenhofer


Realisation: Nicola Sani

'Wassererinnerungen' des italienischen Komponisten Nicola Sani sind ein Klangfresko von polyphoner Struktur: "Im Mittelpunkt meiner Klangkomposition 'Wassererinnerungen' für Radio und Live-Performance steht das Thema des fließenden Wassers. Jeder Klang hat direkt oder indirekt mit dem Geräusch von Wasser zu tun. Das akustische Material besteht aus dem (elektronisch erzeugten) Klang des Wassers sowie natürlichen und elektronischen Instrumentenklängen, die an Wasser, an seine Klangqualitäten, an sein spezifisches Timbre erinnern. Durch diese Klänge wird Geschichte erzählt: eine Metapher gleichsam, die das fließende Wasser auf seinem endlosen Weg durch die Geschichte aufgesammelt hat und sie seinem unendlichen Gedächtnis hinzufügt. Es scheint so, als habe das Wasser den Ereignisen zugehört, die sich entlang seiner Reiseroute zugetragen haben. So wird das Wasser zu einem Ausdruck der Erinnerung. Der Klang des Wassers wird in der elektronischen Bearbeitung wie in einem Vergrößerungsglas untersucht, wobei unterschiedliche Klangfarben und Rhythmen im Vordergrund stehen. Dieser akustischen Basis werden dann weitere Klangelemente hinzugefügt. Die Instrumentalklänge von Schlagzeug, Posaune und Flöte verbinden sich mit den Klängen der Natur und wurden durch das digitale Tonbearbeitungssystem im WDR-Studio weiter transformiert. Das Wasser erzählt, verformt, strömt, verfließt ... so wie die Zeit verfließt." (Nicola Sani) In der Live-Performance der Komposition, realisiert von Nicola Sani in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, bewegte sich die Baßflöte, gespielt von der international bekannten Solistin Carin Levine durch den Klangraum.

Nicola Sani (

1961) italienischer Computer-Komponist und Performer. In zahlreichen seiner Stücke kombiniert er elektronische und traditionelle Instrumente miteinander. Beteiligung seiner Werke bei Festivals für zeitgenössische und elektronische Musik. Zusammenarbeit mit Michelangelo Antonioni, Nam June Paik, und Fabrizio Plessi. Bis 1988 war Sani musikalischer Leiter der Arte Electronica in Camerino und bis 1988 Direktor der Societa Informatica Musicale (S.I.M) und seit 1993 des Electronic Arts Programme des Festivals Roma Europa. Mitarbeiter des europäischen TV-Satelliten-Kanals RAISAT und Moderator eines täglichen klassischen Musikprogramms von Radio Tre/RAI. Auszeichnung 1990 mit dem Prix Ars Electronica-Golden Nica für den Video-Film 'Footprint' (mit Mario Sasso). Für das Studio Akustische Kunst realisierte er neben 'Matera Sassi' das Klangfresko 'Wassererinnerungen' (WDR Festival Acustica International '96).

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Mitwirkende

Musiker: Normisa Pereira Klein da Silva (Bassflöte; Bandeinspielung), Timothy Robert Beck (Posaune; Bandeinspielung), Manos Tsangaris (Percussion; Bandeinspielung), Carin Levine (Bassflöte)

 


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1998

Erstsendung: 21.11.1998 | 34'04


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