ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Max Frisch

Nun singen sie wieder

Versuch eines Requiems


Vorlage: Nun singen sie wieder (Theaterstück)

Bearbeitung (Wort): Hellmut von Cube

Komposition: Mark Lothar

Technische Realisierung: Rupprecht; Poppe


Regie: Walter Ohm

Deutsche Soldaten haben den Befehl, in einem russischen Kloster Geiseln zu erschießen. Singend gehen diese Männer, Frauen und Kinder in den Tod. Karl, einem der Schützen, hat dieser Gesang so zugesetzt, daß er desertiert. In der Heimat ist seine Mutter bei einem Luftangriff ums Leben gekommen. Im Vater sieht er den Schuldigen, daß er zum Mörder von Wehrlosen geworden ist. Erst als Karl sich erhängt hat, und als auch dessen Frau und Kind umgekommen sind, wagt der verzweifelte Vater öffentlich die Kritik zu üben, die er zuvor aus Rücksicht auf seine Familie nie zu äußern wagte. Er wird verhaftet und erschossen. In jenem zerschossenen Kloster in Rußland aber kommen die Seelen all dieser Toten zusammen; gemeinsam brechen sie das Brot und trinken den Wein. Und sie werden immer wieder singen, wenn irgendwo auf der Welt Unschuldige gemordet werden. (Uraufführung des Bühnenstückes: 1945 Zürich; Deutsche Erstaufführung: 1946 München)

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Peter LührHerbert, Offizier
Hans ClarinKarl, Soldat
Kurt HorwitzPope
Elfriede KuzmanyMaria
Friedrich DominOberlehrer
Elfie PertramerLiesel
Jürgen GoslarLeutnant
Wolfried LierFunker
Martin UrtelEduard
Ernst GinsbergHauptmann
Arthur PipaBenjamin
Fritz StraßnerHauswart
Eva VaitlJenny
u.a.

Dirigent: Viktor Drewing

 

Chor: Russische Singgemeinschaft


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk 1959

Erstsendung: 26.04.1960 | 85'51


Darstellung: