ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Friedrich Bestenreiner, Eberhard Petschinka

Schrödingers Katze


Komposition: Wolfgang Mitterer

Technische Realisierung: Gerhard Wiesner

Regieassistenz: Renate Pittroff


Regie: Eberhard Petschinka

Schrödingers Katze ist nicht etwa das Schmusetier eines älteren Herrn - dergleichen darf man vom Physiker Friedrich Bestenreiner ebenso wenig erwarten wie vom Hörspielautor (und Regisseur) Eberhard Petschinka. Diese Katze ist vielmehr die anekdotische Bezeichnung eines physikalischen Experiments, dem sogenannten Einstein-Rosen-Podolsky-Syndrom (1935) und den von den Nobelpreisträgern Erwin Schrödinger und Eugene Wigner daraus gezogenen Schlußfolgerungen. In diesem Kernexperiment der Quantenphysik geht es um nichts weniger als Leben und Tod - und mehr soll hier nicht verraten werden, nur so viel: Das Experiment kann aus ethischen Gründen am Menschen nicht vollzogen werden (dann schon eher an einer Katze, aber auch davor scheut jeder zurück). Das Medienzeitalter mit seiner Ungeniertheit bringt es nun mit sich, daß unter ganz bestimmten Umständen - und um diese kennenzulernen gibt es nur eins: das Hörspiel hören! - jemand dafür gewonnen werden kann, sich zur Verfügung zu stellen. Ein Rapmusiker, zum Tode verurteilt, auf Begnadigung hoffend, die nie eintritt, sieht darin seine Chance - oder doch immerhin 50% ...

Friedrich Bestenreiner, geboren 1924 in Wien, war lange Jahre in leitender Position als Physiker tätig. 1983 begann er, intelligent konstruierte, spannende Hörspiele zu schreiben, die ihn schnell zu einem der meistgespielten Autoren dieses Mediums machten. Der WDR sendete unter anderem das Hörspiel "Jernigan", das im August 1997 "Hörspiel des Monats" war. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Journalisten Erwin Koch, der auch Bestenreiners Co-Autor bei "Das langsame Sterben des Gottfried K." (1999) war.

Eberhard Petschinka, geboren 1953 in Niederösterreich, ist Dramatiker und Hörspielautor. Für sein Hörspiel "Krok" wurde er 1995 mit dem "Prix Futura" ausgezeichnet. Für "Goebbels & Guzzi" erhielt er 1995 den Dramatikerpreis des Österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Sein Hörspiel "Rafael Sanchez erzählt: Spiel mir das Lied vom Tod", eine weitere WDR-Produktion, die er zusammen mit Rafael Sanchez schrieb, war die Einreichung der ARD beim Prix Italia 1998 und erhielt bei dem international renommierten Wettbewerb eine "Lobende Erwähnung". Im Juni gewannen Petschinka und Sanchez dafür den "Hörspielpreis der Kriegsblinden".

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Hans PiesbergenShowmaster/Operator
Eleonore ZetscheProf. Dr. Emma Podolski
Bruno CathomasMister Baby
Norbert SchwientekOfficer
Svetlana KolkerMoskau
Francoise Bendek-GuignetParis
Robin LeeLondon
Katya AdlerRom
Yo SnimizoTokyo
Joe RemickMotherfucker
Cornelia LippertFrau


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk / Österreichischer Rundfunk 1999

Erstsendung: 03.12.1999 | 51'25


REZENSIONEN

  • Norbert Schachtskiek: Funk-Korrespondenz. 47. Jahrgang. Nr. 49. S. 36

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