ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Theodor Weißenborn

Korsakow



Regie: Raoul Wolfgang Schnell

Seiner Erinnerung und mit ihr seiner Identität beraubt, preisgegeben seinen Assoziationen und Affekten, hilflos und zugleich aggressiv, bewegt sich der Patient Paul Tobisch in den Räumen der Klinik, nachsichtig- geduldig betreut vom Pflegepersonal, vergeblich umworben von seiner Frau, willkommen als Demonstrationsobjekt für die medizinische Vorlesung - ein Pflegefall für immer. Ein Fall für den Mediziner, so scheint es, hätte nicht der Autor der objektiv gezeichneten Realität in den inneren Monologen der Hauptfigur die Schicht der fließenden, nur subjektiv erfahrbaren inneren Gehalte zugeordnet. Aus den Erinnerungsfetzen im Bewußtsein des Patienten Tobisch wird erahnbar, was die Individualität des Menschen ausmacht: jene Idee, nach der der Mensch sich geschaffen wähnt, jenes Bild, das den Grad seiner Selbstachtung bestimmt, und das er um seiner selbst willen nicht preisgeben mag.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Wolfgang ReichmannPaul Tobisch
Edda SeippelHerta Tobisch
Wolfgang PeauBernd Tobisch
Thomas BrücknerHeinz Tobisch
Hans PaetschProf. Stuckmann
Mira HinterkausenOberschwester
Sigrun HöhlerKrankenschwester
Wera PetersonStudentin
Josef MeinertzhagenBettnachbar
Michael ThomasAssistensarzt


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1967

Erstsendung: 14.02.1968 | 53'20


Darstellung: