ARD-Hörspieldatenbank


Ars acustica


Acustica International

6. Acustica International


Nicola Sani

Windstille

Für Kontrabaß, Orgel und 8-Spur-Komposition


Sprache des Hörspiels: nonverbal


Redaktion: Klaus Schöning

Technische Realisierung: Benedikt Bitzenhofer; Matthias Fischenich

Regieassistenz: Rosa Barba; Carsten Schulz


Regie: Nicola Sani

"Die Winde laufen, fliegen, stürzen, enden, beginnen aufs Neue, landen, blasen, ächzen, lachen: wild, lasziv und stürmisch spielen sie mit den Wellen. Ihre Schreie sind voller Harmonie. Sie blasen durch das Firmament wie auf Instrumenten, sie setzen den Raum auf ihre Lippen und singen durch die Unendlichkeit mit den Stimmen der Trompeten und der Posaunen (Victor Hugo, "Les travailleurs de la mer"). "Windstille" ist eine Komposition über die Luft, über die unendlichen Klangmetamorphosen des Windes, über die Kontraste der Klänge, die sich um uns herum bewegen, über die verschiedenen Klangwirkungen der sich permanent bewegenden Luftströme. Der Klang des Windes, der Luft, die Klangkraft eines Atemzuges und die Zärtlichkeit eines Hauchs, die in der Stille vergeht, die Vieltönigkeit eines in den Raum projizierten Geräusches, der Klang eines Instruments, der sich in die Klangwelten der natürlichen Landschaften verwandelt: all dies sind die Bausteine der Komposition, deren Dramaturgie auf dem Dialog zwischen einem Musikinstrument und seiner ständigen Klangverwandlung im Raum basiert. Die Baßflöte, ein Instrument mit tiefen und geheimnisvollen Klangwirkungen und unendlichen Nuancen, ist einer wunderbare "Windstimme", fast eine Metapher für die Beziehung zwischen natürlichem Geräusch und organisiertem Klang. In der Komposition "Windstille" werden Klänge der Luft und von der Baßflöte produzierte Töne verwendet. Die Flöte verliert so ihre Eigenschaft als melodisches Instrument und wird zum Generator vielfältiger akustischer Wirkungen, die den Klängen der Luft ähneln. Innerhalb der Komposition tauchen zuweilen auch Orgelklänge auf, die sich mit der Baßflöte vereinen. Diese Klänge werden von der Orgel im Klaus-von-Bismarck-Saal des WDR-Funkhauses, der zum aktiven, szenischen Element der Komposition wird, live gespielt." (Nicola Sani)

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Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1999

Erstsendung: 05.06.1999 | 36'28


Darstellung: