ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Jens Blendstrup

Die zerstörte Ordnung des Sergeanten Keld

übersetzt aus dem Dänischen


Übersetzung: Karl-Erich Brink

Komposition: Christoph Teiler

Technische Realisierung: Daniel Velasco; Gabriele Neugroda

Regieassistenz: Peter Schilske


Regie: Renate Pittroff

Der Däne Keld Andreasen scheint ein ganz normaler Mann zu sein: ein ausgedienter Sergeant, der mit properer Ehefrau und obligatorischen zwei Kindern in einem Einfamilienhaus mit Garten wohnt. Doch die blitzblanke Idylle ist eine vordergründige: in Kelds Kopf sieht es aus, als habe ihm jemand "einen Eimer voll brodelndem Asphalt in das Hirn" geschüttet. Nur mit äußerster Selbstbeherrschung gelingt es ihm, die Fassade des gutmütigen Familienvaters aufrecht zu erhalten - und diese kann jeden Moment zusammenbrechen. Eines schönen Sonntagmorgens ist es dann soweit: Keld sieht in seinem akribisch gepflegten Garten einen weißen Pfahl, dessen Herkunft ungeklärt ist. Keld ergeht sich in haarsträubenden Vermutungen über Sinn und Zweck des weißen Pfahls. Er macht sich daran, das ominöse Ding zwanghaft zu inspizieren und schließlich auszugraben. Darüber verliert er endgültig den Verstand - und macht eine Entdeckung, die ebenso monströs wie phantastisch ist. Blendstrups Stück schildert mit drastischem Witz und brillanten Beobachtungen die inneren Abgründe des Sergeanten Keld, dessen scheinbar fleckenloses Leben im wahrsten Sinne auf den Kopf gestellt wird.

Jens Blendstrup, geboren 1968, lebt als erfolgreicher Autor in seinem Heimatland Dänemark; mit "Die zerstörte Ordnung des Sergeanten Keld" gewann er den Prix Italia 2000. Blendstrup erzählt in seinen Hörspielen von emotionalen Verheerungen und ihren lebensweltlichen Konsequenzen - so auch in "Fort mit Schaden", das der WDR 2000 produzierte.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Volker LechtenbrinkErzähler
Christian BerkelKeld
Barbara AuerLis
Celine VogtThomasine Amalie
Davide BrizziAlexander Hanibal


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 2001

Erstsendung: 24.10.2001 | 52'45


Darstellung: