ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Ingomar von Kieseritzky

Wie man auf den Hund kommt oder Arme Ritter


Dramaturgie: Lutz Volke

Technische Realisierung: Martin Seelig; Katrin Witt


Regie: Karin Bellingkrodt

Wenn es mit der Ökonomie nicht zum Besten steht, werden allerlei wunderliche Vorschläge auf den Tisch gelegt. Man kennt das. Sparen ist sozusagen die mildeste Variante, die schlimmstmögliche sicherlich der Krieg. Im Mittelalter verfielen gar nicht so wenige hochstehende Personen auf die Idee, Geld und Gut jenen abzunehmen, die es auf den Landstraßen herumtragen. Raubrittertum soll es zwar heute noch geben, es vollzieht sich allerdings zumeist auf anderen Wegen, den elektronischen beispielsweise. Ingomar von Kieseritzky geht auf die Ursprünge zurück. Drei benachbarte verarmte Burgenbesitzer kommen auf denselben Gedanken: Raub. Wenn man jedoch in Rechnung stellt, dass der Autor mit dem Kasseler Literaturpreis für Grotesken Humor ausgezeichnet wurde, kann man sich denken, dass die wackeren Ritter bei ihm nicht als Helden davon kommen. Auch bei ihren alle 100 Jahre stattfindenden Treffen müssen sie feststellen: "Wir haben versagt, damals."

Ingomar von Kieseritzky, geboren 1944 in Dresden, lebt seit 1971 als freier Schriftsteller in Berlin. Neben Romanen und Erzählungen - zuletzt erschien von ihm der Roman "Da kann man nichts machen" - hat er auch zahlreiche Hörspiele und mehrere Radiogeschichten für die SFB-Sendereihe "Passagen" geschrieben. Für "Das Buch der Desaster" erhielt er 1989 den Bremer Literaturpreis; sein Hörspiel "Compagnons und Concurrenten oder Die wahren Künste" wurde 1996 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Christian BrücknerFurseus
Carl Heinz ChoynskiLupo
Boris AljinovicOrtolf
Hermann LauseHugo-Hubert
Ron WilliamsSir Gray
Renate SchroeterNeifile
Elisabeth TrissenaarFilomene


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Sender Freies Berlin / Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg 2001

Erstsendung: 01.03.2002 | 54'58


REZENSIONEN

  • Waldemar Schmid: In: Funk-Korrespondenz. 50. Jahrgang. Nr. 10. 08.03.2002. S. 39.
  • Lutz Volke: RADIOkultur. Nr. 3. 03.2002. S. 6.

Darstellung: