ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Adolf Schröder

Wenn mir die Möwe auf den Kopf scheißt, bin ich tot


Komposition: Sabine Worthmann

Dramaturgie: Peter Liermann

Technische Realisierung: Helmuth Schick; Ursula Potyra

Regieassistenz: Wolfgang Binder


Regie: Andrea Getto

Ein zehnjähriger Junge kommt nach der Schule nicht nach Hause; seine Mutter gibt bei der Polizei eine Vermisstenmeldung auf. Der Junge versteckt sich am Ufer der Elbe in einer Höhle, dabei wird er von einem Fremden beobachtet. Dieser Mann wurde vor einigen Jahren verurteilt, weil er einen Jungen missbraucht haben soll. Eine bedrohliche Situation, die offenkundig klassische Konstellationen des Krimi-Genres evoziert, in den Ausdeutungen des Hamburger Autors allerdings feinfühlige Mehrdeutigkeiten offenbart und die beteiligten Personen allesamt mit ihren Unzulänglichkeiten konfrontiert. In Adolf Schröders Hörspielen haben zumeist die Männer das Handeln an die Frauen abgegeben; selbst der kleine Junge reiht sich mit seinem kindlich-provozierenden "Wenn mir die Möwe auf den Kopf scheißt, bin ich tot" ins fatale Spiel mit dem Schicksal ein: So sind es auch in diesem Stück die Mutter des Jungen und die Frau des Verdächtigen, die versuchen, schicksalhaft scheinende Erstarrungen zu durchbrechen. Und es verwundert am Ende nicht, wenn das schlichte "Bring mich zurück" eine so einfache wie erlösende Formel zu sein verspricht.

Adolf Schröder, geboren 1938 in Hamburg, wo er als Autor und Taxifahrer lebt und arbeitet, schreibt neben Hörspielen auch Romane und Drehbücher. Zuletzt erschien sein Roman "Das Kartenspiel".

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Jele BrücknerKatharina Voß
Frank FredeBernd
Heinrich GiskesSchwarz
Sascha IcksMarion
Rüdiger LichtiMann im Hotel
Gabriel KemmetherFahrer
Horst MendrochPaul Glowna
Wolfgang MichaelJakob
Christoph SchreckJäki
Anke SevenichSonja
Moritz StoepelArzt


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk 2001

Erstsendung: 22.09.2002 | 38'00


REZENSIONEN

  • Götz Schmedes: In: Funk-Korrespondenz. 50. Jahrgang. Nr. 39. 27.09.2002. S. 27.

Darstellung: