ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Milan Uhde

Das, was kommt



Regie: Hans Gerd Krogmann

Wie enentscheidet sich der Mensch, wenn er in die schlimmen Folgen einer humanitären Tat, die zu tun er sich gerade entschieden hat, eingeweiht wird? Folgen, die freilich noch im Schoß der Zukunft liegen. Vor einem imaginären Gericht, dem Jüngsten, hat sich Adam Wolf zu verantworten, weil er einen politischen Flüchtling vor den Häschern versteckt hält. Das Gericht untersucht die Gründe seines Verhaltens und enthüllt ihm im Vorgriff auf das, was geschehen wird, dass er sich damit der Beihilfe zum Mord und der Mitschuld an Massenmorden und Folterungen schuldig macht. "Dieses Gericht beurteilt potentielle Taten genauso wie wirkliche. Es kennt weder Vergangenheit noch Gegenwart noch Zukunft. Es ist deshalb das Jüngste, weil es von allen Gerichten das machtloseste ist, weil es das gerechteste sein will. So bist auch Du, Adam, da die Grenze zwischen gerecht und ungerecht durch die Mitte Deines Herzens führt." Während draußen die Polizei an die Tür trommelt, um nach dem Flüchtling zu fahnden, steht Adam Wolf vor der Chance einer letzten Entscheidung. Eine Parabel, in der es um die Problematik schuldhaften Handelns und letztgültiger Rechtsprechung geht.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Ludwig ThiesenAngeklagter
Günther SauerUntersuchungsrichter
Günther NeutzePolizeikommissar
Harald JuhnkeDer, welcher gekommen ist


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1968

Erstsendung: 02.11.1968 | 33'30


Darstellung: