ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Peter Hacks

Der Müller von Sanssouci


Vorlage: Der Müller von Sanssouci (Theaterstück)

Komposition: Peter Zwetkoff

Technische Realisierung: Hans Wurm; Liane Ostermann


Regie: Hermann Naber

Die Geschichte vom Müller in Sanssouci, dessen Mühlenklappern König Friedrich II. störte, ist eine bekannte Lesebuchanekdote. Im Hörspiel (dem ein Bühnenstück voraufging) gewinnt Peter Hacks ihr eine bedrängende Aktualität ab. Was fröhlich klingt, ist bittere Ironie. Hacks geht von der Hypothese aus, daß Friedrich II. die gerichtliche Auseinandersetzung mit dem nur scheinbar aufrechten Untertanen braucht, damit niemand weiterhin sagen kann, der König sei ein Despot. Der politisch geschickte und dennoch infame Schachzug sichert ihm die Bewunderung seiner Untertanen und eine gefestigte Position für seine Staatsgeschäfte. Peter Hacks hat dem Stück eine überraschende Pointe angefügt, die zeigt, daß sich nicht so leicht ein Untertan in einen selbstbewußten Bürger verwandeln kann, daß Gerechtigkeit nicht ohne Zutun derjenigen zustande kommt, die verbürgten Anspruch darauf haben.

Erstausgestrahlt vom Saarländischen Rundfunk

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Hans CaninenbergFriedrich II.
Kurt LieckPrinz Heinrich
Heiner Schmidtde Catt
Franz KutscheraTornow
Hans Helmut Dickowder Müller
Ludwig ThiesenNickel, sein Knecht
Robert RathkeWewerka
Roland KleinhammesKastrat
Werner Cartano
Adrian Rufer
Walter Theil
Helene Elcka
Herbert Schimkat
Karlheinz Rieger
Horst Köhnke
Thomas Rosengarten


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk / Südwestfunk / Saarländischer Rundfunk 1967

Erstsendung: 31.05.1967 | 57'45


VERÖFFENTLICHUNGEN

  • Kassetten-Edition: Ernst-Klett-Verlag 1988

Darstellung: