ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Günter Bruno Fuchs

Hausierergeschichte



Regie: Raoul Wolfgang Schnell

Fräulein Spindler mit "d", wie "Spind", von "Atlas", klingelt an der Wohnungstür von Herrn Mehlhase, der keinen Atlas braucht: Er kennt das schon, schließlich ist er selber Hausierer. Früher verkaufte er Indischen Sand, doch seit er im Besitz eines Wandergewerbescheins ist, geht er mit selbstgezeichneten Sinnessprüchen von Tür zu Tür, z.B. "Hab Sonne im Herzen" (zum Preise von 1,50 DM) oder "Nur Kaninchen, die Bier trinken, haben rote Augen". Und da sich Fräulein Spindler nicht abweisen läßt, "Atlas" ist nämlich kein Kartenwerk, sondern ein Umfrage-Institut, bittet er Fräulein Spindler herein und läßt sich bereitwillig ausfragen. Und mit untrüglichem Gespür hat Fräulein Spindler auch bald heraus, daß Herr Mehlhase Junggeselle ist. Ob er Haustiere halte, fragt sie, und wie der name Mehlhase entstanden sie. Die Antwort "Meine Vorfahren waren allesamt Hasen. - Sie verweilen gern in der Nähe einer Mühle und Mehl, das verstehen Sie sicher. - Langsam... sehr langsam eigentlich im Verlauf mehrerer Jahrhunderte - verwandelten sich die Mehlhasen in Menschen. - So erhielt ich meinen Namen." Und so ein Hausierer wie Mehlhaus erlebt viel, wenn er täglich acht Stunden treppauf, treppab unterwegs ist. So hat er sich zum Beispiel sogar mit dem Herrn Hauptreviervorster Schäffer mit Doppel-"ff" angefreundet, der immer schlechte Laune hat, wenn er in seine Hauptreviervorsteherstube zurück muß, und ihm eigens deshalb einen selbstgezeichneten Sinnspruch gewidmet: "Arbeiten ist schön", das "ö" hellgelb ausgemalt und eine kleine Sonne darunter. (Pressetext)

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Ilse PagéFräulein Spindler
Friedrich W. BauschulteHerr Mehlhase
Wolf MartienzenHerr Neunzig
Ilona WiedemFrau Neunzig
Gert HauckeHauptreviervorsteher Schäffer
Heinz SchachtHerr Ackerdorf
Günther JerschkeBezirksbürgermeister Strenske


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk / Süddeutscher Rundfunk 1976

Erstsendung: 22.12.1976 | 45'00


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