ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Günter Bruno Fuchs

Ratten werden verschenkt


Komposition: Hans-Martin Majewski


Regie: Raoul Wolfgang Schnell

"Befugte Personen verfügen. Der Magistrat der maßgenommenen Stadt trifft die Maßnahme, seine Bürger großzügig zu beschenken: Jeder Haushalt bekommt ein Rattenpärchen. Das sorgfältig ausgewählte Geschen wird Idol und feierliches Alltagsgespräch der Stadtbewohner. Wer eines solchen Geschenkes für wert erachtet wird, wer es als befugte Maßnahme des Magistrats als Wertsache erachtet, lässt sich gern darauf ein, die Vermehrung der Ratten zu fördern. Auch lässt keiner etwas kommen auf das beständige Zernagen sämtlicher Häuser, ja, es wird Beifall gespendet, sobald ein Dach zusammenkracht und die Stadt vorwiegend aus Staub besteht. Da ein Zweifel an der Maßnahme nicht besteht, entsteht unter Verfügung des Bürgermeisters eine neue Stadt, und von ähnlichen Geschenken ist bereits die Rede." (G. B. Fuchs) Günter Bruno Fuchs, Jahrgang 1928, lebt nach wechselvollen Jahren in der Kriegs- und Nachkriegszeit, nach Lehre, Studium und verschiedenen Berufen, seit 1952 als Schriftsteller und Grafiker in seiner Geburtsstadt Berlin. Außer Romanen, Geschichten und Gedichten schrieb Günter Bruno Fuchs auch Hörspiele, von denen der WDR zuletzt "Bei Ribbek im Havelland" (1971), "Reiseplan für Westberliner anlässlich einer Reise nach Moskau und zurück" (1972) und "Der Bahnwärter Sandomir"

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Hermann SchombergBürgermeister
Peer SchmidtAmtmann Kneckenreck
Friedrich W. BauschulteAmtmann Schöndorf
Claus HoferAmtmann 1
Martin HirtheAmtmann 2
Heinz-Theo BrandingAmtmann 3
Peter SchiffAmtmann 4
Gustl HalenkeFrau Kneckenreck
Margot LeonardFrau Schöndorf


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk / RIAS Berlin / Süddeutscher Rundfunk 1973

Erstsendung: 22.08.1973 | 57'35


Darstellung: