ARD-Hörspieldatenbank

Hörspiel



Thomas Kilroy

Die Tür


Übersetzung: Hilde Spiel


Regie: Wolfram Rosemann

Im heruntergekommenen Haus ihrer Eltern leben der greise James und sein geisteskranker Bruder Johnny. Der ist trotz seiner Harmlosigkeit den Leuten ein Ärgernis und soll gegen seinen Willen in eine Anstalt eingewiesen werden. Vor der Tür, wohinter er sich verbarrikadiert hat, stehen sein Bruder James, ein Priester und der Nachbar Michael. In den Worten des Priesters und des Nachbarn spiegelt sich ungewollt die öffentliche Haltung gegenüber dem Geisteskranken wieder. Flüchtet sich der eine in moralische Sprüche, so referiert und reproduziert der andere Argwohn, Hass und Intoleranz, mit denen die Öffentlichkeit dem Kranken und Behinderten begegnet.

Thomas Kilroy, 34 Jahre alt, ist Lektor für Englisch am University College Dublin. Sein erstes Bühnenstück "Der O-Neill" wurde 1969 vom Abbey Theatre in Dublin uraufgeführt; ihm folgte als zweites Stück "Tod und Auferstehung des Mr. Roche". Kilroy arbeitet zur Zeit an einem Roman "Die große Kapelle" und an einem weiteren Bühnenstück. Für sein gesellschaftskritisches Hörspiel "Die Tür" erhielt Thomas Kilroy 1968 den Preis in einem Wettbewerb der BBC.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Walter BlumJames
Richard SüssenguthJohnny
Horst BollmannPfarrer
Hans Helmut DickowMichael Antony
Claudia MarnitzStimme des kleinen Mädchens


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1971

Erstsendung: 18.05.1971 | 56'00


Darstellung: