ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Richard Farber

Ein Stein, nur ein kleiner Stein

Ein Hörspiel in Versen und Musik


Übersetzung: Thomas Mohr

Komposition: Richard Farber

Dramaturgie: Holger Rink

Regie: Richard Farber

Der israelische Autor und Komponist Richard Farber hat zu den aktuellen Geschehnissen in seiner Heimat ein sehr persönliches Hörspiel geschrieben, in dem Steine das durchgehende Motiv bilden: Steine, die von jungen Palästinensern gegen israelische Soldaten geworden werden; Steine, die nach jüdischem Brauch auf die Gräber gelegt werden als Erinnerungsmerkmale und Gesten des Gedenkens. Das Motiv der Steine steht für den 3000 Jahre währenden Konflikt zwischen dem palästinensischen und israelischen Volk. Seit Beginn der Intifada vor mehr als drei Jahren ist dieser Konflikt neu entflammt, er droht zu eskalieren. Unversöhnlicher denn je stehen sich die beiden Seiten gegenüber mit wechselseitigen Schuldzuweisungen und Anklagen. Vier Stimmen, zwei israelische und zwei palästinensische, sind zu hören mit jeweils ganz eigenen schmerzhaften Erfahrungen. Die Trauer um den erlittenen Verlust eines geliebten Menschen, die Klage um Opfer ist ihnen gemeinsam. Zorn und Rache, Wut und Vergeltung sind die Reaktionsmuster. Ratlosigkeit, Verunsicherung und Angst ist das mittlerweile alles beherrschende Lebensgefühl, der Wunsch und die Sehnsucht nach Frieden die Hoffnung.

Richard Farber, geboren 1945 in Washington, lebt seit 1965 in Israel. Er studierteMusikwissenschaften und Komposition in Tel Aviv. Er arbeitet vorwiegend als Opernkomponist mit aufführungen u.a. in Bonn (zuletzt 2002) und Stuttgart (zuletzt 2003). Für Radio Bremen hat er vor mehr als 20 Jahren seine ersten Hörspiele geschrieben (zuletzt "Private Trauer, öffentliches Leid", 1984).

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Otto MelliesBass
Philipp SchepmannTenor
Antje von der AheSopran
Marylu PoolmanAlt

Musiker: Richard Farber (Bassflöte)

 


 

Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Radio Bremen 2003


Erstsendung: 07.11.2003 | 47'41


REZENSIONEN

Caroline Walburg: Funk-Korrespondenz. 51. Jahrgang. Nr. 46. 14.11.2003. S. 25.


Darstellung: