ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Siegfried Lenz

Die Aussprache



Regie: Heinz Wilhelm Schwarz

Man spricht sich über einen Fall aus, über eine Täuschungsgeschichte: In einer kleinen norddeutschen Stadt wird ein amerikanisches Fernseh- Team erwartet. Es soll, fünfundzwanzig Jahre nach dem Krieg, eine Porträtsendung machen, in der untersucht wird, wie verlässlich ein übersichtliches, demokratisches Gemeinwesen funktioniert. Bevor das Fernseh-Team jedoch eintrifft, tauchen in der kleinen Stadt, die sich für das Porträt vorbereitet hat, zwei amerikanische Seeleute auf, die von einem Flugzeugträger desertiert sind. Man hält sie für die Erwarteten und präsentiert ihnen die Butterseite der Stadt. Dies sind die äußerlichen Handlungskonturen eines Spiels, das nicht direkt stattfindet, das vielmehr zusammengesetzt wird aus Hinweisen, Bekenntnissen und Bezichtigungen, die während einer öffentlichen Aussprache zu hören sind. Man hat die Aussprache anberaumt, um sich über die Lehren des Falls zu verständigen. Den Zufälligkeiten, den Ablenkungen und Sprüngen eines "öffentlichen Dialogs" folgend, entsteht allmählich, durch Perspektive und Temperament gebrochen, die Geschichte.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Friedrich W. BauschulteGesprächsleiter
Horst NiendorfChristiansen
Axel BauerWestphal
Thomas StrouxPuchel
Benno SterzenbachLeitz
Peter FitzSchurich
Gisela MattishentFrau Zesch-Igelhoff
Evamaria MinerFräulein Ellersick
Herbert GrünbaumBrodersen
Walter BluhmDr. Sägebiel


 


Mikrofon im hr-Hörspielstudio - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk / Hessischer Rundfunk 1970

Erstsendung: 30.12.1970 | 52'30


Darstellung: