ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Ulrich Land

Nabokovs Nachtfalter


Technische Realisierung: Günther Kasper

Regieassistenz: Ariane Kessissoglou


Regie: Jörg Schlüter

Es ist historisch gesichert, dass Vladimir Nabokovs Vater, ein politisch engagierter Jurist, 1922 in Berlin versehentlich einem Attentat zum Opfer fiel. Ungeheuerlich erscheint der Witwe des Autors allerdings die Behauptung, ihr Mann sei nicht ganz unschuldig am Tod seines Vaters. Noch ungeheuerlicher ist für Vera Nabokov die Behauptung, die Begegnung des Schriftstellers mit seiner Nymphe Lolita sei ganz und gar nicht literarischer Natur gewesen, sondern sehr real und nicht folgenlos. Höchst unverschämt kommt der Witwe schließlich die Forderung nach einer millionenschweren Entschädigung vor, zumal die angeblich belastenden Dokumente aus einer alten Bahnfahrkarte und einem vergilbten Notizzettel mit den Namen der damaligen Attentäter bestehen. Die Handschrift ist allerdings zweifelsfrei die des Dichters. Fünfzig Jahre nach dem Erscheinen des skandalträchtigen "Lolita"-Romans wackelt das Denkmal des weltberühmten Autors.

Ulrich Land, geboren 1956 in Köln, lebt in Hattingen und schreibt neben Lyrik und Prosa vor allem Essays, Features und Hörspiele fürs Radio. In den biographischen Spuren großer Autoren findet er gelegentlich amüsante Ungereimtheiten, die die Phantasie beflügeln, so in seinen Hörspielen "Kleist - das Nachspiel" (WDR 2003) oder "Marlowes Drama" (DeutschlandRadio Berlin 2003). Der WDR sendete zuletzt seinen Krimi "Auf freien Füßen" (2004).

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Max von der GroebenVladimir Nabokov, 12-13 Jahre alt
Alexander KhuonVladimir Nabokov, 17-23 Jahre alt
Dieter LaserSenator Nabokov
Gisela UhlenVera Nabokov
Eva PflugBelinda
Horst MendrochJewgenij, alt
Martin BrossJewgenij, jung
Effi RabsilberLydia
Patricia HarrisonFrau Senator Nabokov
Paul FaßnachtSalewski
Walter GontermannMiljukow
Maximilian HilbrandSchabelski
Ulrich LandAusrufer
Matthias KielGrieche/Schaffner


 


Mikrofon im hr-Hörspielstudio - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 2004

Erstsendung: 06.02.2005 | 63'31


Darstellung: