ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel


Ortstermin 1945


Adolf Schröder

Spinnennetz im Stacheldraht


Technische Realisierung: Rike Wiebelitz; Jeanette Wirtz-Fabian

Regieassistenz: Philine Velhagen


Regie: Thomas Werner

Der schüchterne Jan und die lebensfrohe Sylke, seit kurzem ein Paar, fahren zum ersten Mal gemeinsam in Urlaub. Campen auf einer dänischen Insel. Auf einmal ist Jan spurlos verschwunden. Als er nach drei Tagen wieder auftaucht, spricht er nicht mehr. Was ist geschehen? Jan hat einen Zaun entdeckt, hinter dem Unglaubliches geschieht. Er hat Obdachlose, Alkoholiker und Geisteskranke in einem Lagerraum gesehen. Und Klaus kennen gelernt, der wie selbstverständlich Worte wie "Führer", "Rasse", "Opferbereitschaft" oder "Volksgesundheit" ausspricht. "Zuerst waren es nur Worte, die mich erschreckten", sagt Jan. "Sie schienen sich nicht mit ihrer Bedeutung zu verbinden, schwebten als Worthülsen um mich herum, bis sie sich ganz plötzlich mit Inhalt füllten." "Spinnennetz im Stacheldraht" erzählt von bedrohlichem Gedankengut, das noch immer aktuell ist und unversehens Realität werden kann. Und fragt danach, ob Liebe dagegen etwas ausrichten kann.

Adolf Schröder, 1938 geboren, studierte Germanistik und Geschichte, fuhr jahrelang Taxi und lebt als freier Autor in Hamburg. Er hat zwei Romane veröffentlicht und Drehbücher für die Fernsehserie "Der Alte" geschrieben. Vor allem schreibt er Hörspiele. Für sein erstes Stück, "Gelassen stieg die Nacht ans Land" (WDR 1963), erhielt er den Kurt-Magnus-Preis. Für das vom WDR zuletzt gesendete Kinderhörspiel "Weißauge" (2003) wurde er mit dem MDR-Kinder- und Jugendhörspielpreis ausgezeichnet.

A
A

Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Alexander KhuonJan
Lisa SommerfeldtSylke
Udo SchenkStreuber
Alexander RadszunKlaus
Marietta BürgerÄrztin


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 2004

Erstsendung: 26.01.2005 | 37'29


REZENSIONEN

  • Andreas Matzdorf: Funk-Korrespondenz. 53. Jahrgang. Nr. 5/6. 04.02.2005. S. 28f.

Darstellung: