ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Adolf Schröder

Hadamar


Komposition: Sabine Worthmann

Redaktion: Hilke Veth

Technische Realisierung: Gerd-Ulrich Poggensee; Sabine Kaufmann

Regieassistenz: Stefanie Phillips


Regie: Andrea Getto

Peter und Ingeborg sind Insassen einer psychiatrischen Anstalt in Norddeutschland. Ingeborg hört Stimmen, sie fühlt sich schuldig am Tod ihres Bruders, der als Kind beim Schlittschuhlaufen im Eis einbrach und starb. Peter hat Angst, das Klinikgelände zu verlassen, er fürchtet sich vor grauen Bussen mit blinden Scheiben, in denen Kranke transportiert werden. Robert, gerade aus der Klinik entlassen, reflektiert auf einer Reise nach Hadamar in Hessen, wo im Rahmen des Euthanasieprogramms der Nazis an die 11.000 Menschen ermordet wurden, die Geschichte. In der für ihn typischen knappen, für Assoziationen offenen Sprache entwirft Schröder ein vielschichtiges Bild von Erfahrungen mit deutscher Psychiatrie. Die Klinikwelt mit ihren Routinen, Wiederholungen, Zeitlosigkeiten erscheint als etwas Traumhaft-Fremdes, das zugleich in Wirklichkeit eingebunden ist.

Adolf Schröder, 1938 in Bremen geboren, studierte Germanistik und Geschichte in Hamburg. Er hat sich vor allem einen Namen als Hörspiel- und Drehbuchautor ("Der Alte") gemacht. Für den NDR schrieb er in den 90er Jahren die poetischen Krimis der Reihe "Berger und Levin" und 2001 das Hörspiel "Koljas Briefe".

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Nina WenigerIngeborg
Jens HarzerPeter
Sebastian RudolphRobert
Victoria TrauttmansdorffTherapeutin
Robert LenkeyTherapeut
Christos TopoulosMasseur
Maria VrijdaghsBedienung

Musiker: Sabine Vogel (Flöten), Michael Griener (Percussion; Vibraphon)

 


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Norddeutscher Rundfunk 2006

Erstsendung: 25.03.2007 | 43'44


Darstellung: