ARD-Hörspieldatenbank


Ars acustica



Juan Allende-Blin

Traumräume

Ein Dialog zwischen Paul Celan und Novalis. Mit einem Vorwort von Novalis und mit zwei Zwischenrufen von seinem Freund Johann Wilhelm Ritter


Komposition: Juan Allende-Blin

Dramaturgie: Hans Burkhard Schlichting

Technische Realisierung: Andrea Mammitzsch; Judith Rübenach

Regieassistenz: Frank Halbig


Realisation: Juan Allende-Blin

"Mich dünkt der Traum eine Schutzwehr gegen die Regelmäßigkeit und Gewöhnlichkeit des Lebens, eine freie Erholung der gebundenen Phantasie, wo sie alle Bilder des Lebens durcheinander wirft und die beständige Ernsthaftigkeit des erwachsenen Menschen durch ein fröhliches Kinderspiel unterbricht. Ohne die Träume würden wir gewiss früher alt, und so kann man den Traum, wenn auch nicht unmittelbar von oben gegeben, doch als eine göttliche Mitgabe, einen freundlichen Begleiter auf der Wallfahrt zum heiligen Grabe betrachten." Ein Fragment von Novalis, das am Beginn der deutschen Romantik steht und dessen Widerhall der Komponist Juan Allende-Blin in Gedichten von Paul Celan erkennt. In seinem neuen Hörstück versetzt er Paul Celan und Novalis in einen poetisch-musikalischen Dialog - mit zwei Zwischenrufen des romantischen Naturwissenschaftlers und Novalis-Freundes Johann Wilhelm Ritter.

Juan Allende-Blin, geboren 1928 in Santiago de Chile, kam 1951 als Musikstudent nach Deutschland und lebt heute als Komponist in Essen. Er schrieb Essays und Dokumentationen zu Neuer Musik und Ars acustica. Kompositionen und mehrere Hörstücke, wie "Rapport sonore" (Karl-Sczuka-Preis 1983) und zuletzt "Wandlungen" (2005), gehören zu seinem Werk.

A
A

Mitwirkende

Sprecher
Heinz Lück
Klaus Reichert
Robert Schoen

Musiker: Barbara van den Boom (Sopran), Reiner Holthaus (Bariton), Jürgen Demmler (Klarinette; Bassklarinette), Andreas Roth (Posaune; Kontrabass), Jochen Heibertshausen (Kontrabass), Gerd Zacher (Orgel), Juan Allende-Blin (Klavier)

 


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestrundfunk / Deutschlandradio 2007

Erstsendung: 02.10.2007 | 41'38


REZENSIONEN

  • Christian Hörburger: Funk-Korrespondenz. Nr. 41. 12.10.2007. S. 26.

Darstellung: