ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel, Monolog



Jürgen Becker

Unterwegs im Haus


Komposition: Gerd Bessler

Technische Realisierung: Karl-Heinz Stevens; Angelika Brochhaus


Regie: Leonhard Koppelmann

Ein alter Mann in seinem Haus nach längerer Abwesenheit. Er durchstreift Zimmer und Flure, Keller und Boden und verirrt sich in der eigenen Vergangenheit. Erinnerungsfetzen, Bruchstücke gelebten Lebens, Vergangenheit und Gegenwart treten in einen spannungsreichen Dialog, die Erfahrungen des Kindes im Krieg, Bombenangriffe, existenzieller Verlust und komische Begebenheiten verbinden sich zu einer "Geschichte der Augenblicke", die den Dichter Becker zeitlebens künstlerisch beschäftigt haben. Erinnerungsort ist ein Haus, das Stück ist ein Monolog - er korrespondiert in seiner existenziellen Fragestellung und der Einsamkeit des Protagonisten mit dem "Letzten Band" von Beckett. Er schließt aber auch auf subtile Weise den Kreis zu einem der bekanntesten experimentellen Stücke Jürgen Beckers: "Häuser" - ein vielstimmiger Text kollektiver Wahrnehmung - 40 Jahre später. Die Stimme des Einzelnen auf Spurensuche im Haus seiner Vergangenheit...

Jürgen Becker wurde 1932 in Köln geboren. Von 1974 bis 1993 leitete er die Hörspielabteilung des Deutschlandfunks. Er hat zahlreiche Hörspiele und Romane verfasst.

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Mitwirkende

Sprecher
Otto Sander


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandradio 2009

Erstsendung: 14.11.2009 | 56'06


REZENSIONEN

  • Angela di Ciriaco-Sussdorff: Funk-Korrespondenz. Nr. 47. 20.11.2009. S. 35

Darstellung: