ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Michal Tonecki

Olaf

übersetzt aus dem Polnischen


Übersetzung: Heinrich Kunstmann

Technische Realisierung: Eduard Kramer; Adeltraut Hahn-Schumann

Regieassistenz: Wolf Quiel


Regie: Volker Kühn

Dreizehn Jahre lang wurde Olaf, ein Hund, von seinem Herrn, dem Philatelisten, zum Heldendenkmal geführt, zum Soldaten auf Wache, zur Bank aus Marmor, den Tauben und den Wolken ... Und jetzt ist der Moment des letzten Abschieds gekommen. Olaf will sterben. Der Philatelist hat ihn in ein Wägelchen gebettet, um zum letzten Mal, ehe Olaf angemessen abtritt, mit ihm die Stätte ihrer gemeinsamen Freude zu genießen. Der Augenblick ist ungünstig gewählt, der Besuch eines Hohen Gastes am Heldendenkmal steht bevor, der Aufmarsch militärischer Ehreneinheiten. Olaf ist hinderlich. Militärische Würdenträger, ein Oberst, ein Major, ein Oberleutnant, wollen, auf bekannt zackige Art, nacheinander das Hindernis beseitigen. Sie scheitern an der menschlichen Gelassenheit und Heiterkeit des Philatelisten, der alle Angriffe abweist und dadurch die Dümmlichkeit, Borniertheit der Militärs, die in tiefste Verwirrung geraten, entlarvt, ohne verhindern zu können, daß Olaf, unbemerkt, entschläft. Der letzte Abschied hat nicht stattgefunden, der Hohe Gast kann am Denkmal erscheinen.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Klaus HermPhilatelist
Dieter EpplerOberst
Heiner KollhoffMajor
Hermann TreuschOberleutnant


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Saarländischer Rundfunk 1977

Erstsendung: 20.02.1977 | 33'15


Darstellung: