ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel, Mundarthörspiel



Friedrich Griese

De Schapschur

En lustig Spill von anno Sösstig


Sprache des Hörspiels: Dialekt (niederdeutsch)



Regie: Hans Freundt

Zwischen dem Bauern Treia, seinem Knecht und dem etwas an den Rand des Daseins abgeglittenen Ehrsam auf der einen Seite, und Treias Schwester und deren Tochter Eva auf der anderen, baut Griese eine verhaltene, bauernschlaue und lebensnahe Handlung auf, die ruhig wie das Leben der handelnden Menschen dahinfließt und nach kleinen Erregungen, Streichen und komischen Zuständlichkeiten glücklich endet. Griese kann nicht nur niederdeutsche Stücke schreiben, sondern er ist ein echter Menschenzeichner, der tief in das seelische Gefüge des ländlichen Menschen eingedrungen ist. Griese verzichtet auf künstlich geschaffene Sensationen, aber dafür stellt er die Menschen hin, wie sie sind, in ihren liebenswerten Seiten wie in ihren Schwächen. Als ein echter Dichter aber löst er alles Menschliche und Allzumenschliche durch einen tiefgehenden Humor auf. Griese vermag es, den Einzelfall zum Grundsätzlichen auszuweiten, wodurch allein erst eine Dichtung zum Kunstwerk wird.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Hans MahlerMichael Treia, en Föftiger
Erwin WirschatzNiels, bi twintig rum
Hartwig SieversEhrsam, in Michael sien Öller
Otto LüthjeButtel, en hogen Sösstiger
Joseph OffenbachBlume, kann so olt sien, was hei will
Magda BäumkenJustine, bi vierzig rüm
Heidi KabelEva, sösstein Johr olt


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Nordwestdeutscher Rundfunk

Erstsendung: 15.04.1950


In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar


Darstellung: