ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Nathaniel Hawthorne

Wakefield


Vorlage: Wakefield (Erzählung)

Sprache der Vorlage: amerikanisch

Bearbeitung (Wort): Andreas Knaup

Technische Realisierung: Harald Zahn; Hans-Peter Ruhnert


Regie: Klaus Zippel

Ein Mann, Wakefield, geht eines Tages nicht nach Hause, sondern mietet sich in einem billigen Hotel ein, und zwar in einen Raum, von dem aus er seine Wohnung, das Wohnzimmer vor allem, und die Straße vor seinem Haus unter Blick­Kontrolle bat. Der Grund: Er wüßte gern, wie seine Frau auf sein Fernbleiben (das er nicht angekündigt hat) reagiert, ob sie gleichmütig bleibt, wie lange, oder ob sie sich Sorgen macht, ob sie ihm treu bleibt - kurz, ob sie ihn, ausschließlich und für immer ihn liebt. So sitzt und beobachtet er Jahr um Jahr, er vergißt, weshalb er das Hotelzimmer bezogen hat, genießt nur Kummer und körperlichen Verfall dieser treuen Frau in der Wohnung gegenüber, und als sie ihn schließlich für tot erklären läßt (was er aus der Zeitung erfährt) und sich, am Leben verzweifelnd und vereinsamt unter ein Auto wirft, zeigt sich, daß er wahnsinnig geworden ist. Öffentlich tot und doch lebendig, hält er sich für Gott. Das Stück spielt in London. 

Andreas Knaup, Schauspieler, Regisseur und Autor, lebt in Leipzig. "Wakefield" (frei nach einem Motiv von N. Hawthorne) ist seine zweite Arbeit für den Rundfunk.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Gerd GütschowWakefield
Marylu PoolmanDie Vermieterin


 

Hörspielkomplex im Funkhaus Nalepastrasse (DDR) - © DRA/Karl Dundr


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Funkhaus Berlin 1991

Erstsendung: 08.08.1991 | 40'10


Hörspiel im DRA Babelsberg verfügbar


Darstellung: