ARD-Hörspieldatenbank


Ars acustica



Marie Guérin, Anne Kropotkine

Tonspuren verwischen nicht


Komposition: Marie Guérin

Technische Realisierung: Marie Guérin


Realisation: Marie Guérin

Die Reise beginnt mit einer Schellackplatte. Darauf zu hören ist der Gesang des tunesischen Soldaten Sadok B., der als Kriegsgefangener des Ersten Weltkriegs in die Hände der Deutschen gefallen war. Die Aufnahme entstand 1916 zu kolonialen Forschungszwecken im Gefangenenlager Wünsdorf in Brandenburg. Die Klangkünstlerin Marie Guérin fährt die Stationen im Leben des Sadok B. ab. In ihrer Radiokomposition erzählt sie Geschichten von Exil und Migration, von Lücken im kollektiven Gedächtnis. Sie verbindet die Gegenwart mit der Zeit des Ersten Weltkriegs, Wünsdorf mit Frankreich und Tunesien.

Marie Guérin, geboren 1980 in Quimper, Frankreich ist Klangkünstlerin. Für ihre Radioarbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen darunter den INA-GRM Preis der Konzertreihe „Banc d’Essai“ (2013) und den Prix Sacem Musique Concrète 2015. Ihr Hörstück „Même morts nous chantons“ (Dlf Kultur/France Culture/Elektroakustisches Studio der Akademie der Künste Berlin 2017) wurde mit dem Prix Phonurgia Nova 2018 ausgezeichnet.

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Mitwirkende

Sprecher
Jana Klein


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Marie Guérin 2019

Erstsendung: 01.11.2019 | Deutschlandfunk Kultur


Darstellung: