ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Hanoch Levin

Den Spion schnappen

übersetzt aus dem Hebräischen


Übersetzung: Doron Hamburger, Frank Weigand

Bearbeitung (Wort): Noam Brusilovsky, Florian Hein

Komposition: Jörg Gollasch

Redaktion: Isabel Platthaus

Dramaturgie: Jan Buck

Technische Realisierung: Jens Peter Hamacher; Dirk Hülsenbusch; Georg Niehusmann


Regie: Noam Brusilovsky

Beklemmende Komödie über Kultur-Nationalismus Die Klasse der Lehrerin Bertholda versammelt sich zum Hausbesuch beim von allen verehrten Nationaldichter. Zusehen, wie Gedichte voller Nationalgefühl entstehen – was könnte es erhabeneres geben! Oder? Im Lande Zizimama hat die Lehrerin Bertholda ihre Schulklasse fest im Griff. Es herrschen Disziplin und Ordnung – und vor allem Begeisterung für die nationale Kultur. Anlässlich des jährlichen Frühlingsfests hat die Lehrerin eine einzigartige Überraschung für die Kinder: Sie werden gemeinsam den berühmten Nationaldichter besuchen und ihm beim Verfassen von Nationalgedichten zusehen – und „ein Nationalgedicht ist, wie wir alle wissen, ein Gedicht, das ein Nationalgefühl ausdrückt“! Doch als die riesige Schulklasse beim Dichter eintrifft, ist dieser wenig begeistert. Er muss in wenigen Stunden ein neues Gedicht abgeben und es läuft alles andere als rund. Die unzähligen gespannt-erwartungsvoll auf ihm ruhenden Kinderaugen machen das Unterfangen nicht einfacher. „Den Spion schnappen“ ist das erste Hörspiel des israelischen Dramatikers Hanoch Levin. Das in seiner hebräischen Originalfassung 1967 urgesendete Stück ist auch heute beunruhigend aktuell: Kultur wird in den Dienst nationalistischer Ideologie gestellt.

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Mitwirkende

Sprecher
Sophie Rois
Stephan Wolf-Schönburg
u.a.

Musiker: Jörg Gollasch

 

Chorleiter: Zeljo Davutovic

Chor: WDR Kinderchor Dortmund


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 2019

Erstsendung: 28.12.2019 | WDR 3 | ca. 53'00


Darstellung: