ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Anne Dorn

Von der Schwierigkeit, auf die richtige Art lebendig zu sein

Kurzfassung


Technische Realisierung: Klaus Krüger; Nicole Jörg


Regie: Rainer Clute

Die Schilderung einer Grenzsituation beruht auf autobiografischen Motiven: Nach schwerer Krankheit flüchtet eine alte Frau aus der ärztlichen Obhut, aus der erdrückenden Fürsorge der Familie, und zieht sich in ein einsames Haus im Wald zurück, beargwöhnt von den Dörflern der Umgebung. Das Hörspiel lebt von den Gefühlen und Gedanken der Protagonistin, von der Stille des Hauses und der sie umgebenden Natur.

Sie beschreibt ihren Alltag – in Briefen und leisen Selbstgesprächen. Ihre zaghaften Fragen lassen eine eindrückliche Atmosphäre entstehen. Wie wäre es, nicht mehr allein zu sein? Wie könnte es sich anfühlen, noch einmal eine Zugehörigkeit zu spüren? In der Abgeschiedenheit findet sie schließlich Ruhe, hier fühlt sie sich frei. Doch diese Freiheit währt nicht lange, als ihr Sohn sie besucht, um sie zurück in die Stadt zu holen.

Die Szenen wurden größtenteils in Außenaufnahmen aufgezeichnet, einige in Kunstkopf-Stereophonie. Wir empfehlen Ihnen, beim Hören Kopfhörer aufzusetzen.

Anne Dorn (1925–2017), Schriftstellerin und Lyrikerin. Sie schrieb Hörspiele, Features und Drehbücher. Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller und des PEN-Zentrums Deutschland. Neben Stipendien, darunter mehrere Reise-Stipendien des Auswärtigen Amtes, erhielt sie 1973 den Förderpreis der Stadt Köln und 1974 den Deutschen Journalistenpreis. 1985 war sie Ehrengast in der Villa Massimo. Prosa u.a. „Spiegelungen“ (2010), „Hüben und drüben“ (2013). Hörspiel „Lauter Luder“ (SWF 1969).

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Hannelore HogerFrau
Walter GontermannChauffeur
Günter StahlMann
Karlheinz TafelPostbote
Arno GörkePferdezüchter
Nina HertingMädchen
Wolfgang CondrusChristian


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

RIAS Berlin / Südwestfunk 1984

Erstsendung: 16.10.2005 | 88'22


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