ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Heinrich Böll

Anita und das Existenzminimum

Groteske über die Gutherzigkeit


Komposition: Bernd Scholz

Regie: Fritz Schröder-Jahn

Heinrich Böll zeigt in seinem Hörspiel, wohin man kommen kann, wenn man die Goethesche Aufforderung "Sei edel, hilfreich und gut" allzu sehr beherzigt. Anita, die Frau eines wohlbestallten Schullehrers, hat einen unübersehbaren Fehler: ihre Widerstandslosigkeit und grenzenlose Hilfsbereitschaft gegenüber Bettlern, Versicherungsvertretern und sonstigen Bittstellern bringt die geordneten Familienverhältnisse in ein solch heilloses Durcheinander, daß ihr Mann sich in ein abenteuerliches Doppelleben einlassen muß, um das Ärgste zu vermeiden. Denn sein Gehalt ist amtlicherseits bis auf ein Existenzminimum gepfändet worden. Die Gegenmaßnahmen wären sicherlich ganz einfach, wenn Anita nicht all ihre Guttaten mit einer entwaffnenden Sanftmut zu rechtfertigen wüßte.

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Nordwestdeutscher Rundfunk 1955


Erstsendung: 08.06.1955 | 58'10


Kassetten-Edition: Der Hörverlag 1997 (zusammen mit "Dr. Murkes gesammeltes Schweigen"; "Frauen vor Flußlandschaft"; "Reden")


Kassetten-Edition: Ernst-Klett-Verlag 1987


REZENSIONEN

N. N.: epd / Kirche und Rundfunk. Nr. 12. 13.06.1955. S. 13.


Darstellung: