ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Frank Werner

Allemande oder die eiskalte Geschichte des Tags


Komposition: Peter Zwetkoff

Regie: Arturo Möller

In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verpflichtet ein hoher Staatsbeamter, genannt "Der Condor"' den Studenten Elis als Hauslehrer für seinen 18-jährigen Sohn Georg. Das geschieht nicht ohne Vorbehalte und Mißtrauen: der autoritäre, einzig den Interessen des Staates dienende Condor hegt jungen Leuten gegenüber den grundsätzlichen Verdacht, den Staat und seine Gesetze in Frage zu stellen. Den sensiblen Georg interessiert freilich nur sein FIötenspiel, und Elis müht sich mit lateinischen Satzkonstruktionen ab. Dennoch, der Condor wittert Gefahr und überwacht den Unterricht. Eine Textstelle bei Plinius dem Jüngeren wird der Anlaß zum Konflikt. Elis flieht aus dem Haus; der Condor veranlaßt, daß seine Einstellung als Lehrer verhindert und der Flüchtige verfolgt wird. Georg versteckt sich in der Dachkammer seines Bruders Karl, eines Arztes; aber auch hier kommt er nicht zur Ruhe. Denn Karl betrachtet den verstörten Elis als Patienten, als psychischen Fall, der sich hervorragend eignet als manipulierbares Objekt seiner Studien. Elis flieht ein weiteres Mal, und wie eine 1884 geschlossene Gerichtsakte mitteilt, verliert sich seine Spur in den Wäldern. Frank Werner, 1944 in Sangershausen geboren und in West-Berlin als freier Schriftsteller lebend, schreibt Hörspiele, Prosa und Gedichte. 1981 erschien seine Erzählung "Der Anfang der Wildnis"; 1983 veröffentlichte er die Erzählung "Herzland".

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Helmut ZierlElis, Student
Rolf BeckerKarl, sein älterer Bruder
Wolfgang Kieling'Der Condor', ein höherer Beamter
Martin HalmGeorg, sein Sohn, 18 Jahre
Wolfgang PreissSprecher

Musiker: Rudolf-Heinz Streich (Flöte)

 


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandfunk / Westdeutscher Rundfunk / Sender Freies Berlin 1983


Erstsendung: 13.08.1983 | 72'20


Darstellung: