ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Gabriele Wohmann

Das hochgesteckte Ziel


Regie: Hermann Naber

Ein Hörspiel, in dem ein Hörspiel produziert wird. Zwei Ebenen: das Geschehen des "Hörspiels" und dessen Produktion, an der auch der Autor im Studio teilnimmt. Das Geschehen des "Hörspiels": Ein Wiedersehen der beiden Schwestern Bertha und Esmeralda und ihren Männern. Während Florian und Dorian sich im Wohnzimmer Mozarts "Zauberflöte" ansehen, unterhalten sich die beiden Schwestern in der Küche, geraten dabei ins Erinnern, sprechen von ihren kleinen Alltagsbeschwerden, ihren Neurosen. Alles sehr harmonisch und von gegenseitiger Zuneigung geprägt. Doch obwohl sich die beiden Schwestern gegenseitig ihre Zuneigung versichern, wird unterschwellig deutlich, daß sie unbewußt auch einander ausspielen wollen. Die zweite Ebene des Stückes wird von der Produktion des Hörspiels bestimmt: die Dialoge der Schwestern und ihrer Ehemänner werden ab und zu unterbrochen vom Regisseur und den Schauspielern, die diese Rollen spielen. Tonbänder mit den aufgenommenen Szenen werden abgespielt und diskutiert. Der Autor bemüht sich um die Sympathie aller Mitwirkenden. Der Regisseur ist gleichbleibend freundlich und zuvorkommend. Der Autor, der die Ablehnung seines Textes durch die Schauspieler zu spüren scheint, wird zunehmend unsicherer und fühlt sich schließlich behandelt wie ein Patient, dem man nicht wagt, die Wahrheit zu sagen. Mit dem Hörspiel "Das hochgesteckte Ziel" setzt Gabriele Wohmann ihre seit 1969 anhaltende, kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Kölner Dramaturgie fort.

A
A

Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk / Südwestfunk 1983


Erstsendung: 20.10.1983 | 76'16


Darstellung: