ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Edwin Ortmann

Alaska: Land unter der Haut


Regie: Hans Gerd Krogmann

Dieses Hörspiel spielt auf zwei Ebenen: einer Chorus-Ebene und einer Dialog- und Handlungsebene. Der Chorus, angesiedelt in einem archaischen Bereich, ist Improvisation und Kommentar in poetisch-verdichteter Form zum Ablauf der Handlung. Wieder hat der Autor die Phantasie "auf Reisen" geschickt. Es geht von Spanien über Afrika nach Alaska. Und im Gepäck hat Manuel stets die heraufdrängenden Erinnerungen an Miriam - Miriam, die sich selbst seiner Träume bemächtigt. "Geschichten über Geschichten: es geschieht alles im Glanz der Verwandlung. Ein Fluß, der Stachelschwein heißt, rauchend vor Wut gegen das Zufrieren kämpft, ein Blinder, der mehr sieht als die mit Augenlicht, ein Sherry, der eine grüne Wiese bildet, eine Musik, die die Himmelsrichtungen bewegt wie Marionetten. Dann führt der Weg durch die Wölfe hindurch. Und jedes Milligramm von diesem Weg zeigt schließlich nach Süden - südwärts und südwärts, bis das Schwarze unterm Fingernagel endlich zu träumen, zu erzählen beginnt." (Edwin Ortmann) "Es sind die endlosen, nicht meßbaren Reisen ohne reale Geographie, obwohl Orte und Länder und Wunschbilder und Träume genannt werden. So gesehen steckt in allen auch ein Stück utopisches Verhalten. Die Reisen nach Utopia waren von jeher nicht die schlechtesten." (Karl Krolow über den Erzähler Edwin Ortmann)

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Christian BrücknerManuel
Angelika ThomasMiriam
Matthias PonnierBill Taskas
Evelyn HamannFrau im Chor
Felix von ManteuffelMann im Chor


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Norddeutscher Rundfunk / Hessischer Rundfunk 1985


Erstsendung: 01.06.1985 | 59'20


Darstellung: