ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel, Monolog



Samuel Beckett

Cascando

übersetzt aus dem Französischen


Übersetzung: Elmar Tophoven

Komposition: Stefan Hardt

Realisation: Stefan Hardt

"Öffner: Was öffne ich? Man sagt, Er öffnet nichts, er hat nichts zu öffnen, es ist in seinem Kopf. Man sieht mich nicht, man sieht nicht, was ich tu', man sieht nicht, was ich hab', und man sagt, Er öffnet nichts, er hat nichts zu öffnen, es ist in seinem Kopf. Ich protestiere nicht mehr, Es ist nichts in meinem Kopf. Ich antworte nicht mehr. Ich öffne und schließe." "Cascando" handelt von der Verbindung der Sprache und der Musik, um den Versuch und das Scheitern eines Einklangs. Dabei wird das "als ob" dieser Verbindung entlarvt. Das dialektische Spiel, wie es Beckett in der Syntax seiner Texte oder auf der Bühne in der Diskrepanz von Sprache und Gebärde verwirklicht hat, wird hier im Verhältnis von Worten und Musik entfacht. Diese provozieren und verneinen sich, sind sich Anregung und Folge, fördern und heben sich auf. Worte und Musik versuchen in immer neuen Ansätzen, den Einklang zu finden - den Einklang, der vielleicht einmal war. Nach der Ursendung vom ORTF Paris im Jahre 1963 und der deutschen Fassung im gleichen Jahr ist die Realisation von Stefan Hardt die dritte Radiofassung von "Cascando".

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk


Erstsendung: 07.07.1995 | 40'25


Darstellung: