ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Ilse Aichinger

Besuch im Pfarrhaus


Komposition: Wilhelm Killmayer

Regie: Hans Dieter Schwarze

Dieses Spiel für Stimmen, dessen "Handlung" sich auflöst in allegorischen Bildern und Erinnerungen, gehört zu den schönsten und poetischsten Stücken der Hörspielgeschichte. Einziger realer Bezugspunkt: Ein alter Pfarrer läßt sich von zwei Kindern erzählen, was sie im Laufe des Sonntags erlebt haben. Er hat sie am Morgen gerufen, weil er Angst hatte - Angst, daß die Sonne schwarz wird, wie er es in einem alten Buch vorausgesagt fand. Sie beginnen mit der Hecke, die sie ums Pfarrhaus und die Bienenstöcke pflanzten - zum Schutz gegen die Wölfe. Dann berichten sie von der Bootsverleiherin, die hier "im hohen Norden" im Fluß ein Krokodil schwimmen sah, über das sie dann selbst mit ihrem Boot gefahren sind. Als die Kinder am Abend beim Pfarrer sitzen und ihre Geschichte erzählt haben, möchte der sich mit der Schilderung seines eigenen Tagesablaufs revanchieren. Aber die Kinder scheinen eingeschlafen zu sein...

Ilse Aichinger, 1921 in Wien geboren, wo sie auch heute wieder lebt. Abbruch des Medizinstudiums, 1948 der Roman Die größere Hoffnung. Sie arbeitete u.a. im Lektorat des S. Fischer Verlages, an der Ulmer Hochschule für Gestaltung und beim Süddeutschen Rundfunk. 1953 heiratete sie Günter Eich. Zu ihren bekanntesten Hörspielen zählen u.a.: Knöpfe (1953), Besuch im Pfarrhaus (1962), Nachmittag in Ostende (1968). Auszeichnungen u.a.: Preis der Gruppe 47 (1947), Petrarca-Preis (1982), Großer Österreichischer Nationalpreis für Literatur (1995), Grand Breitbach-Preis (2000), Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels (2002).

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk / Norddeutscher Rundfunk 1961


Erstsendung: 17.03.1962 | 35'26


Darstellung: