ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Jürgen Hofmann

Chalumeau


Regie: Alfred Behrens

In einem tiefblauen Opal aus Andalusien hatte Petra Murnow ihre Zukunft gelesen - ebenso wie Guido Waidhaas sein Schicksal in den Klängen der Klarinette hörte. Der Straßenmusikant verzaubert die arbeitslose Spanisch-Übersetzerin aus dem Osten mit seiner Chalumeau so sehr, dass sie zu seiner Muse wird, die er reich beschenkt. Monate später steht Waidhaas vor Gericht, doch die Spanien-Traumreise kann man Petra Murnow nicht mehr nehmen. Gegenstand der Verhandlung bleibt lediglich ein unrechtmäßig erworbener Goldschmuck mit tiefblauem Opal, der Zeugin zugedacht. Nur, kennt das Hohe Gericht eigentlich die sieben Stellen der Schönheit einer Frau? Als erfahrener Orchestermusiker weiß Waidhaas Spannung zu erzeugen. - Sein kostbares Instrument ist er am Ende trotzdem los. Doch auch Petra Murnow hat gelernt zu zaubern, und nicht nur der zugelaufene Hirtenhund, "Gott-würfelt-nicht" genannt, ist mit der neuen Frau zufrieden.

Jürgen Hofmann, geboren 1941 in Würzburg, ist Theaterwissenschaftler und Autor. Er ist außerdem Leiter des Studiengangs "Szenisches Schreiben" an der Universität der Künste Berlin. Neben vielen essayistischen und analytischen Werken (z.B. "Kritisches Handbuch des westdeutschen Theaters", 1981) verfasste Hofmann ein Dutzend Theaterstücke (z.B. "Noch ist Polen nicht verloren", 1984) sowie Hörspiele (u.a. "Zweieck"), Erzählungen und einen Roman.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Boris AljinovicGuido Waidhaas
Judith EngelPetra Murnow
Matthias ScherwenikasSchatten A
Nadja Schulz-BerlinghoffSchatten B
Jürgen ThormannRichter
Thomas MorrisStaatsanwalt
Markus HoffmannVerteidiger
Pierre Sanoussi-BlißGott-würfelt-nicht
Patricia Rendon GalvanSpanierin

Musiker: Matthias Kreher (Klarinette), Reiko Brockelt (Klarinette)

 


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Mitteldeutscher Rundfunk 2004


Erstsendung: 19.10.2004 | 54'29


REZENSIONEN

Caroline Walburg: Funk-Korrespondenz. 52. Jahrgang. Nr. 43. 22.10.2004. S. 29-30.


Darstellung: