ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Heinrich von Kleist

Das Erdbeben in Chili

Eine Textmontage zu der Novelle


Vorlage: Das Erdbeben in Chili (Novelle)

Dramaturgie: Isabel Platthaus

Regie: Jörg Schlüter

In der Novelle "Das Erdbeben in Chili", die Heinrich von Kleist 1807 schrieb, hallen die gesellschaftlichen Erschütterungen seiner Zeit wider. 1755 hatte das verheerende Erdbeben von Lissabon den Glauben der Zeitgenossen an eine vernünftige und gottgewollte Ordnung dieser Welt ins Wanken gebracht. 50 Jahre später und mit den Erfahrungen der französischen Revolution vor Augen reflektiert Kleists Erzählung den Schock eines solchen Ereignisses neu. Denn die Tragödie, in der "Das Erdbeben in Chili" mündet, ist nicht eine Folge der Naturkatastrophe, sondern das Ergebnis menschlichen Handelns und ideologischer Verblendung. In der Montage von Kleists Novelle mit zeitgenössischen Texten zeigt sich das 18. Jahrhundert als historischer Spiegel aktueller Katastrophendiskurse.

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Mitwirkende

Mareike Hein | © WDR/Sibylle Anneck

Mareike Hein | © WDR/Sibylle Anneck


Mareike Hein
© WDR/Sibylle AnneckMareike Hein
© WDR/Sibylle Anneck



PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 2011


Erstsendung: 19.11.2011 | 53'00


Darstellung: