ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Rudolf Bayr

Agamemnon muß sterben


Komposition: Kurt Heuser

Regie: Hans Conrad Fischer

Die Zentralfigur dieses lehrhaften Hörspiels ist Klytemnästra. Sie tritt hier nur und ausschließlich als Mutter auf, nicht als die Geliebte des Ägisth, der aus dieser Atriden-Version eliminiert ist. Im Zwiegespräch mit Agamemnon, mit Wächtern, Bürgern und Soldaten beklagt sie das Schicksal ihrer Tochter Iphigenie, bekennt sie sich am Ende stolz vor allem Volk zum Gattenmord. Neben diese legitimen Figuren der klassischen Sagenwelt hat der Autor jedoch einen Sprecher gestellt, der das Geschehen für den Hörer kommentieren muß, in einem bewußt ent-persönlichten, akademisierenden Zeitungsjargon [...]. Am Ende teilt er, als "Moral" gewissermaßen, dem Hörer mit, daß Agamemnon sterben müsse, denn "Agamemnon opfert noch immer Iphigenie, wenn es ihn nach Krieg und Ausfahrt lüstet". (Aus einer zeitgenössischen Rezension)

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Otto Matthies1. Bürger
Arno Paulsen2. Bürger
Joseph Noerden3. Bürger
Hans Emons4. Bürger
Edgar Ott1. Wächter
Reinhold Bernt2. Wächter
Erich Dunskus3. Wächter
Max Grothusen4. Wächter
Maria BeckerKlytemnästra
Arnold MarquisAgamemnon
Christa FügnerIphigenie
Wolfgang KühnePriester
Peter SchiffBote
Wolfgang LukschySprecher

Musiker: Ernst Heidrich (Posaune), Karl Weilbeer (Basstuba), Walter Butter (Flöte), Siegfried Klinghoff (Basstuba), Erich Franzke (Flöte), Frithjof Fest (Oboe), Jonny Gustav Liljeberg (Posaune; Cembalo), Ferri Juza (Posaune), Walt Bender (Marimba; Schlagzeug), Georg Riba (Oboe; Fagott), Ingeborg Mitteldorf (Singstimme), Käthe Ulrich (Harfe), Franz Figal (Gitarre)

 


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Sender Freies Berlin / Österreichischer Rundfunk


Erstsendung: 15.12.1955 | 70'50


REZENSIONEN

N. N.: Funk-Korrespondenz. 1956.


Darstellung: