ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Walter Bauer

Blau und Rot im Regenbogen


Komposition: Heinrich Josef Konietzny

Regie: Albert Carl Weiland

Dieses Hörspiel ist eine Liebesgeschichte, so reizvoll wie ein provenzalisches Schäferlied und so sanft wie ein Gitarrenton. Es enthält einen Hauch von der Weisheit des alten China, wo es auch spielt, und einen Abglanz der von einem Dichter entdeckten Welt eines jungen Mädchens. Keine dramatische Dichte, keine Kraft der Sprache, keine Sensation ist hier zu spüren, doch aus jeder Zeile schwingt der Unterton wirklicher Dichtung. Den Zauber des Geschehens übertrifft nur noch die Musik dieses Hörspiels, Heinrich Konietzny hat das Unaussprechliche des Inhalts in Akkorde eingefangen für alle Stellen, die fürs Wort zu zart sind. Inhalt: Das Mädchen Yingtai und der Student Sienbo arbeiten, studieren und leben überhaupt zusammen, denn Sienbo weiß nicht, daß Yingtai ein Mädchen ist. Sie geht nur in Männerkleidern. Daraus ergeben sich die für den Fortgang des Spiels nötigen Verwirrungen: Yingtai überbringt eine Liebesbotschaft an ein Mädchen im Auftrag des Sienbo. Sie muß zu diesem Zwecke Mädchenkleider tragen, doch Sienbo ist in das fremde Mädchen so verliebt, daß er das Mädchen Yingtai immer noch nicht als Mädchen erkennt, sondern in ihr weiter einen bewährten Freund sieht. Das Leben trennt die beiden. Yingtai steht vor der Heirat mit einem reichen Kaufmann. Sienbo sucht sie voll Verzweiflung, erfährt die Wahrheit über "seinen Freund", bricht in fürchterliche Klagen aus über den Verlust des Mädchens und geht zugrunde. Yingtai aber unterbricht ihren Weg zur Trauung mit einem ergreifenden Klagegesang am Grabe ihres Geliebten. Das Grab tut sich auf und verschlingt sie. "Möchten die Götter allen Liebenden so hold sein", ruft der Erzähler eingangs aus. Mit demselben Spruch schließt das "Märchenspiel": Es macht den Hörer um Einsichten reicher und spricht ihn zugleich im Herzen an.

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Radio Saarbrücken


Erstsendung: 28.07.1954 | 60'00


In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar


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