ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Thomas Hürlimann

Das Gartenhaus


Vorlage: Das Gartenhaus (Novelle)

Bearbeitung (Wort): Jean-Claude Kuner

Komposition: Daniel Fueter

Regie: Jean-Claude Kuner

Ein älteres Ehepaar verliert plötzlich den einzigen Sohn. Nach seinem Krebstod zieht Trauer ein in die Räume der von zahllosen Erinnerungen bewohnten Villa. Der Familien- sitz, ein Monument des untergehenden Großbürgertums, wird zum Schauplatz eines grotesken Dramas. Die von Depression und sinnloser Wut gegen das Unvermeidliche heimgesuchten Eheleute entwickeln immer skurrilere Trauerrituale. Ein regelrechter Kleinkrieg beginnt, verzweifelt und komisch zugleich. Auf der einen Seite der alt gewordene Sohn eines Berglers, der sich zum Obersten der Schweizer Armee hochdiente; ihm entgegengesetzt Lucienne, seine Gattin, Erbin einer großbürgerlichen Existenz, deren Wahlspruch lautet: »On a du style«. Und zwischen ihnen das «Verhängnis», das sich, in Gestalt eines Friedhofkätzchens, buchstäblich auf leisen Sohlen in ihr dahinsterbendes Dasein geschlichen hat. Die Hörspielfassung der 1989 erschienenen Novelle wurde in enger Zusammenarbeit mit Thomas Hürlimann erstellt. Die Hauptrollen wurden mit zwei weit über 80-jährigen Schauspieler-Legenden besetzt, mit dem Schweizer Fritz Lichtenhahn und der gebürtigen Wienerin Nadja Tiller. Beide leben in einer Hamburger Altersresidenz, wo auch große Teile des Hörspiels aufgenommen wurden.

Thomas Hürlimann, geboren 1950 in Zug/Schweiz, zählt zu den wichtigen Stimmen der deutschsprachigen Literatur. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt Hugo-Ball-Preis 2014, der Alemannische Literaturpreis 2014 und der Zentralschweizer Theaterpreis 2015.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Fritz LichtenhahnOberst
Nadja TillerLucienne
Ulrich MatthesErzähler
Dagmar ManzelErzählerin


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) / Südwestrundfunk 2016


Erstsendung: 13.10.2016 | SWR2 | 54'32


REZENSIONEN

Renate Stinn: Kleines Meisterwerk. In: epd medien vom 21.10.2016, S. 36.


Darstellung: