ARD-Hörspieldatenbank


Mundarthörspiel



Hans Brodesser

Scheffbruch


Technische Realisierung: Herbert Kuhlmann; Gabriele Neugroda

Regieassistenz: Ulrich Korn


Regie: Ulf Becker

Ein älteres Ehepaar hat sich im Urlaub ein Motorboot gemietet. Es ist allerdings schon lange her, daß der Mann seinen Bootsführerschein erworben hat, und so steht seine Frau dem Unternehmen etwas skeptisch gegenüber. Doch bei dem schönen Wetter haben sie keine Bedenken, sich auf den See hinaus zu wagen. Aber unvermittelt zieht gegen Abend ein Unwetter herauf. Unglücklicherweise versagt der Motor, und es ist ihnen unmöglich, das Ufer zu erreichen. Die beiden suchen Zuflucht in der kleinen Kajüte des Bootes, das dem Sturm und den Wellen ausgeliefert ist. Beide geben einander die Schuld, in diese Situation geraten zu sein. Nach und nach steigern sie sich in Vorwürfe hinein, mit denen sie die Versäumnisse, Fehltritte und Schwächen ihres langen Ehelebens gegenseitig aufrechnen. Erst als das Unwetter nachläßt und eine Rettung möglich scheint, beruhigen sie sich. Aber jetzt wissen sie nicht, ob sie sich an Land je wieder in die Augen blicken können und wie es mit ihrer Ehe weitergehen soll.

Hans Brodesser (1917-1987) hat neben seinen kölschen Krimiparodien, zahlreichen Satiren und Komödien auch ernste Themen in kölnischer Mundart gestaltet, um damit ein bestimmtes Milieu zu zeichnen und seine Personen zu charakterisieren. Bereits die Hörspiele "Zinter Klos" und "Fridag, 20. Dezember" behandeln die Thematik einer Ehekrise.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Wolfgang WahlKobes
Annemarie SchlaebitzÄnnche


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1988

Erstsendung: 10.06.1991 | 32'25


Darstellung: