ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Kristina Lugn

Panik


Vorlage: Panik (Schauspiel)

Sprache der Vorlage: schwedisch

Übersetzung: Hansjörg Betschart

Regie: Annette Jainski

Ein hermetisch abgeschlossener Ort irgendwo im Niemandsland. Hier herrscht Harald, ein größenwahnsinniger Despot, über eine Crew von Frauen. Die Frauen kommen freiwillig. Gleich scharenweise pilgern sie zu diesem, mal als "Rekreationszentrum", mal als"Bestattungslager" apostrophierten Ort, um sich von Harald demütigen und quälen zu lassen. Alles ist belegt. Die Schlafsäle sind zum Bersten voll, der Keller ist voller Leichen. Noch funktioniert dieser Betrieb, der auf der Allmacht eines einzigen Menschen beruht, auf einem Konsens von erniedrigen und erniedrigt werden. Doch schon mehren sich die ersten Anzeichen von Unruhe. Die freiwillig-gefangenen Frauen, so scheint es, proben den Aufstand. Ob als Spielart der Geschlechterbeziehung, als sado-masochistisches Triebverhältnis, als Metapher für totalitäre Systeme, wie diverse Sekten sie hervorbringen: Kristina Lugns absurder Text bietet eine Vielzahl von Deutungsmöglichkeiten. Und ist hinreißend komisch: "Erst sagt man etwas. Und dann vergißt man, was man damit gemeint hat. Das ist das Normale. Das ist das Ideale. Das ist mein Wahlspruch."

Kristina Lugn, 1948 in Skövde/Schweden geboren. Debüt als Autorin 1972 mit einem Gedichtband. Sechs weitere Lyrikbände folgten. "Panik", 1986 geschrieben, war ihr erstes Theaterstück, das am Königlich Dramatischen Theater in Stockholm uraufgeführt wurde. Arbeitet als Literaturkritikerin und Übersetzerin, Hörspiel- und Drehbuchautorin sowie als Hausautorin des Königlichen Dramatischen Theaters.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Thomas ThiemeHarald
Hille DarjesMuttchen
Friedhelm PtokClemens
Verena von BehrSolveig
Katharina ZapatkaPamela
Caroline EbnerEdith
Anne MollFrau am See
Simone RitscherFrau am See
Regine LamsterFrau am See
Sibylle BertschFrau am See
Karin NennemannFrau am See


 

Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Norddeutscher Rundfunk 1997


Erstsendung: 25.02.1998 | 53'25


Darstellung: