ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Michael Stegemann

Gute Nacht, mein Liebling ...


Komposition: Michael Stegemann

Regie: Klaus-Dieter Pittrich

Öffnen wir doch dieses Hörspiel wie ein dickes, vergilbtes Märchenbuch und blasen den Staub von dem ersten Bild: Es waren einmal Brenn-Nesseln in einem verbotenen Garten. Es waren einmal Brenn-Nesseln, die sich um eine Gebärmutter rankten, in der ein Junge gefangen gehalten wurde, der hieß Jeremy. Es war einmal ein Junge namens Jeremy, der eines Tages feststellte, dass seine Nabelschnur nie gekappt worden war. Und wenn seine Mutter "Gute Nacht, mein Liebling ..." flüsterte, kam ihm das nicht mehr geheuer vor. Märchen haben doppelte Böden. Was unter Tage lauert, bricht hier durch die Oberfläche und dringt in den akustischen Raum ein. Im Kopf des Hörers werden Türen aufgeschlagen. Zwischen seinen Ohren erklingen Stimmen, sie poltern der Märchenerzählerin ins Wort: ein Mörder wird gesucht. Seinen Opfern schneidet er die Kehle durch, und Brenn-Nesseln drückt er ihnen auf das Gesicht ...

Michael Stegemann, geboren 1956 in Osnabrück, studierte in Paris; er ist promovierter Musikwissenschaftler. Neben seinen Arbeiten über den legendären Pianisten Glenn Gould hat der Autor für den WDR u.a. den Krimi "Zimmer mit Klavier" und zuletzt ein akustisches Spiel mit Albtraum und Wirklichkeit geschrieben: "Die Solipsisten oder Gemischtes Doppel mit Kind".

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Christa StrobelErzählerin
Irm HermannMutter 1 und 2
Wolfgang RüterErster Kommissar
Rainer DelventhalZweiter Kommissar
Davide BrizziJeremy als Kind
Robin BambergJeremy als Teenager
Timo DoleysJeremy als junger Mann
Konstantin BülauJunge 1
Matthias RuschkeJunge 2
Julius SchmiedelJunge 3
Nele Hippe-DavisMädchen 1
Anna-Katharina BrücknerMädchen 2
Sandra BorgmannErste Frau
Frauke PoolmannZweite Frau
Wiltrud FischerDritte Frau
Gisela ClaudiusVierte Frau


 

Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1999


Erstsendung: 04.02.2000 | 41'07


REZENSIONEN

Frank Kaspar: In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 04.02.2000. S. 51. | Norbert Schachtsiek-Freitag: In: Funk-Korrespondenz. 48. Jahrgang. Nr. 6. 11.02.2000. S. 32.


Darstellung: