ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel, Kriminalhörspiel



Nikolai von Michalewsky

Sardischer Wind


Regie: Erwin Weigel

Der Duft von wildem Thymian, archaische Gesänge - Sardinien. Die 27-jährige Vera Venzlaff aus Deutschland ist schon einige Wochen auf der Mittelmeer-Insel, um für ihre Freundin bei den Ausgrabungen zu fotografieren. Da lernt sie in Porto Rotondo, im Haus von Conte Tulipo, beim Festival der Hirtenchöre, wo erwachsene Männer wie Schafe blöken, einen der Sänger kennen. Giovanni Sanna, der sardische Schafhirte und Arzt, wird ihre große Liebe. Sie taucht mit ihm in eine fremde, faszinierende Welt ein. Die Vendetta - der Fluch der auf Sardinien lastet. Schon nach kurzer Zeit wirft die Vendetta ihre Schatten auf Veras Glück, als Salvatore Porcu ermordet wird. Denn der Verdacht fällt sofort auf Giovanni Sanna. Keiner kann sich mehr daran erinnern, warum es die Blutrache zwischen den Sannas und den Porcus gibt. Gianni flieht in die Berge, versteckt sich in der Macchia. Der Untersuchungsrichter Manzoni hält sich an Vera. Unversehens gerät sie in den Sog einer traditionellen Gesellschaft, in der das Wort 'Ehre' anders buchstabiert wird, als sie es kennt. Vera lernt Sardinien zu lieben, zu hassen. Sardinien wird für sie unfreiwillig zu ihrer Heimat. Lebenslänglich ...

Nikolai von Michalewsky (1931-2000) arbeitete als freier Schriftsteller. Er verfasste Erzählungen und Romane und drehte Dokumentarfilme. Als Hörspielautor wurde er mehrfach ausgezeichnet.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Ulrike KrienerVera Venzlaff mit 50
Jule RonstedtVera Venzlaff mit 27
Felix EitnerGianni Sanna
Peter RühringDottore Manzoni
Horst SachtlebenDon Pasquale
Achim HöppnerConte Tulipo
Adela FlorowSchwester Lucia
Margarete WolfRadiomoderatorin
Hans Jürgen StockerlRedakteur
Daniel MontoyaTomasino
Dominik LiesegangPaolino
Christiane BlumhoffMutter Porcu

Chor: Gruppo Mesina, Tenore Antoinia Mesina


 

Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk 2002


Erstsendung: 14.02.2002 | 51'00


REZENSIONEN

Markus Collalti: In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 14.02.2002. S. 54.


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