ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Boris Vian

Der Schaum der Tage


Vorlage: Der Schaum der Tage (Roman)

Sprache der Vorlage: französisch

Übersetzung: Antje Pehnt

Bearbeitung (Wort): Beate Andres

Komposition: Underkarl


Regie: Beate Andres

"Im Leben kommt es darauf an, über alles a priori Urteile zu fällen. Es hat tatsächlich den Anschein, dass die Massen im Unrecht sind und die Einzelnen immer recht haben. Man muss sich hüten, daraus Verhaltensregeln abzuleiten: Sie sollten nicht der Formulierung bedürfen, um befolgt zu werden. Es gibt nur zwei Dinge: die Liebe, in allen Spielarten, mit schönen Mädchen und die Musik von New Orleans oder von Duke Ellington. Alles übrige mag verschwinden, denn alles übrige ist hässlich." In seinem Kultroman erzählt Boris Vian die Geschichte von Colin und Chloé, eine Liebesgeschichte. Sie beginnt unbeschwert und albern in einem vergoldeten Zeitalter. Aber unter der schillernd swingenden Oberfläche des Glücks wachsen schnell die faulen Zeiten heran. Eine Seerose breitet sich in Chloés Brust aus, nimmt ihr den Atem und verdunkelt Colins helle Tage. So sehr Colin auch kämpft, kann er nichts dagegen tun, dass alles Schöne verschwindet: Die Liebe in all ihren Spielarten und die Musik von New Orleans oder von Duke Ellington. Man muss sich hüten, daraus Verhaltensregeln abzuleiten.

Boris Vian (1920-1959) war von Beruf Ingenieur (bis 1947, dem Erscheinungsjahr von "L'Écume des jours"), im wirklichen Leben aber Schriftsteller, Jazztrompeter, Chansonnier, Schauspieler, Übersetzer und Leiter der Jazzplattenabteilung bei Philips. In Frankreich wurde er zur Ikone der pazifistischen Opposition in Indochinakrise und Algerienkrieg. Boris Vian starb in Paris an einem Herzanfall während der Probevorführung der Verfilmung von "Ich werde auf eure Gräber spucken".

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Klaus BrömmelmeierColin
Anja KleinChloe
Vincent LeittersdorfNicolas
Desirée MeiserIsis
Katja ReinkeAlise
Alexander TschernekSchick


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Schweizer Radio DRS / Westdeutscher Rundfunk 2002

Erstsendung: 09.03.2002 | 52'38


REZENSIONEN

  • Matthias Schümann: In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 06.04.2002. S. 51.
  • Christian Hörburger: In: Funk-Korrespondenz. 51. Jahrgang. Nr. 3. 17.01.2003. S. 26.

Darstellung: